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RE: Nahost-Konflikt • Absender: Markus Rabanus, 22.06.2019 16:05

Israelkritik und/oder Antisemitismus

Hinsichtlich der EKD-Einladungspraxis ist mir recht, dass der BDS fehlte, weil ich den Kirchentag im nationaltäterschaftlichen Nachkriegsdeutschland für kein geeignetes Tribunal über die Politik Israels halte.

Falsch bleibt, soweit mir seine Forderungen bekannt, den BDS des Antisemitismus zu beschuldigen,
wenngleich sich bei niemandem, der Israel kritisiert und Sanktionen fordert, ausschließen lässt, dass es mit Antisemitismus einher geht, antisemitisch motiviert ist oder Antisemitismus schürt.

Wie sich auch nicht ausschließen lässt, dass sich Kritik an Trump, Putin, Erdogan den Antiamerikanismus und antirussische, türkenfeindliche Ressentiments bedient.

Jeder hat sich dem Problem zu stellen, ob Motive redlich sind, ob Risiken und Nebenwirkungen von Kritik zu rechtfertigen und auf welche Weise zu mindern sind, aber Kritik unter schlechten Verdacht gestellt dann zu verfälschen, gehört wegen Verleumdung und Volksverhetzung bestraft, wie auch Antisemitismus nicht bloße Strafdrohung genügt.

Anderes Beispiel: Wer von "Siedlungspolitik" spricht und ohne Anführungsstriche, wie es mir öfter begegnet als mit, für den lässt sich nicht ausschließen, dass er die völkerrechtliche Landaneignung auf Kosten von Palästinenser unterstützt, denn "Siedlungspolitik" ist ein irreführender Propagandabegriff - und verharmlosend, denn solche "Politik" ist auf Militärischem gegründet.

Den Begriff "Siedlungspolitik" unkritisch verwendet, ist nur verzeihlich, wenn unbedacht, aber dann stellt sich die Frage, wie verzeihlich fehlende Nachdenklichkeit sein darf.

Wer zutreffend Banales sagt, dass Kritik an Israel geübt werden darf, dann aber Kritik und Sanktionsforderungen gegen Israel als Antisemitismus bezeichnet, sollte sich abverlangen lassen, welcher Kritik er denn Raum lassen mag.

Ich nenne die Grenze: Unwahrheit inkl. Falschverdacht.

Ohne Vorurteil, ohne bloßen Verdacht kommt weder Politik, Wissenschaft noch sonstig Leben aus, aber zwischen Verdacht und Urteil muss Unterscheidung und zwar erkennbar sein.


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