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Doppelte Standards - funktionieren nicht • Absender: Markus Rabanus, 01.04.2018 23:05

@Bast, Israel braucht Verteidigung, aber wenn du Israel Gutes willst, dann muss Verteidigung überprüfbar kein Rechtsbruch sein, denn die Rechtlichkeit auf einen Tag verschieben zu wollen, an dem es keine Antisemiten mehr gibt, provoziert Antisemitismus, instrumentalisiert ihn für doppelte Standards und erledigt ihn nicht.

Und du verirrst fürchterlich, wenn du propagierst, Israel habe sich vor dieser Welt nicht zu verantworten.

Dass die Welt ein "Hort von Antisemiten" sei, nimmt sich nichts zu den gegenteiligen Verschwörungsbehauptungen und ist abwegig, denn du wüsstest dir dann nicht zu erklären, warum die gescholtene UNO den israelischen Staat legitimierte.

Das war gegen den Willen der arabischen Staaten schon schwieriger Auftakt - und darf kein Fehler gewesen sein, wenn ewiger Krieg die Folge daraus wäre. Oder gar ein Atomkrieg. Denn dann wäre es tatsächlich besser und vielleicht ohnehin angebrachter gewesen, dem Wunsch nach jüdischer Heimstatt auf deutschem Gebiet staatliche Durchsetzung zu verschaffen, was nach der Shoa auch politisch möglich gewesen wäre.

Soweit lässt sich ausholen und wäre trotzdem näher dran an Geschichte als deine Bezugnahme auf biblische Berichte von Ägypten vor "5.000 Jahren".

Wer sich beschaut, wie die Völker einander durch die Menschheitsgeschichte jagten, dem muss klar sein, dass es immer wieder Neuanfänge braucht - und möglichst welche, auf die sich verständigen lässt.

Du wüsstest mit der Welt als antisemitischem Hort desweiteren nicht zu erklären, warum Israel starke Verbündete hat, die bspw. zwar die "Siedlungspolitik" kritisieren, aber letztlich zulasten einer Zweistaatlichkeit fortschreiten lassen.

Je aggressiver sich Nationalismus gebärdet, desto mehr verklärt er sich als rein defensiv bis hin zur Propaganda, einer ganz und gar feindlichen Welt ausgesetzt zu sein.
Das ist kein Alleinstellungsmerkmal Netanjahus oder von dir, sondern allgemeineres Phänomen. So redet bspw. auch Erdogan über die Welt, obgleich man ihm gerade jetzt wieder Unrechtbegehung gegenüber Kurden ermöglicht, die er als "Terroristen" verleumdet, obgleich allenfalls Separatisten auf syrischem Boden.

Der Antisemitismus ist weltweit allgegenwärtig.
Rassismus ist weltweit allgegenwärtig.
Vieles ist allgegenwärtig und zeugt von doppelten Standards, denen sich mit doppelten Standards nicht begegnen lässt, sondern ausschließlich durch das Drängen auf gemeinsame Standards zu Menschenrechten und Völkerrecht.

Ich vermute, dass du mit meinen empfohlenen "5 oder 15 Minuten" Nachdenkzeit nicht auskommst, sondern gründlicher ran musst, um Kriterien zu entwickeln, auf welche Weise der Nahostkonflikt beigelegt werden kann.
Konkreter, womit sich die Palästinenser abzufinden haben und womit sich Israel abzufinden hat, denn wenn es dazu an Vorstellungen fehlt, kann kein konstruktives Mitreden sein.

Oder soll ich dazu Vorschläge machen, um dir Nachdenkarbeit abzunehmen? Ich fände das schade, denn die Probleme sind groß und brauchen viele denkende Köpfe.


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