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RE: 2018-05-10 • Absender: Markus Rabanus, 11.05.2018 01:50

Maryam: "Die Mulahs sind auch für jetzige Syrien Situation schuldig, die Mulahs Ziel sind nur der Islam und Revolutionen zu Exportieren!"

@Maryam, in den Achtzigern war ich studentenpolitisch ("Aktionsgemeinschaft von Demokraten und Sozialisten") für alles zuständig, was diese an vielen Westberliner Hochschulen damals führende Organisation zu internationalen Fragen und ausländischen Studierenden zu sagen hatte.

Ich saß oft mit iranischen Gruppierungen zusammen. An der Technischen Universität ging es jahrelang häufig daneben und man konnte nur durch 110 verhindern, dass sich der akademische Nachwuchs aus dem Iran und reichsten Familien nicht gegenseitig umbrachte, wie es im Iran mörderischer Alltag war. Und nicht erst seit Chomeini.

Wir haben mit der 110 damals vielen Iranern das Leben gerettet.
Das war gut, aber schade, dass es sich nicht verhindern ließ, dass intelligente Menschen aus dem Iran sogar im für sie friedlichen Westberlin auf Gewalt setzten und sich einbildeten, dadurch die Verhältnisse im Iran bessern zu können.

Zum Exil-Thema allgemein:

Die "Beweise", die im Weltsicherheitsrat für das Vorhandensein irakischer Vernichtungswaffen vorgelegt wurden und erlogen waren, stammten von einem Exil-Syrer, der sich heute noch unter deutschen Zeugenschutzprogramm seiner Lügen rühmt, weil es sein "Beitrag" war, um den Diktator Saddam Hussein zu stürzen.

Aber es war eben auch sein "Beitrag" zur fast vollständigen Zerstörung des Irak.
Es war sein "Beitrag" zur Entstehung des IS,
Und "Beitrag" zur Ermordung von 13 Angehörigen einer jesidischen Familie, deren traumatisierte Reste in einem meiner Häuser untergekommen ist.
Es sind sehr liebe Menschen. Aber ihr Hass auf Muslime ist kaum begrenzt, denn es waren ja nicht nur die IS-Killer, sondern auch viele Muslime in ihrer Heimatstadt, die einfach wegguckten.
Ob Weggucken aus Angst oder Einverständnis, ist zwar wichtiger Unterschied, aber für die Jesiden machte es keinen Unterschied.

Menschen im Exil müssen gehört werden, aber glauben darf man nicht allen alles, auch wenn wir wissen, wie schlimm es ist, zu wenig zu glauben, denn Zeugen der Shoa glaubte man (angeblich) erst, als es für Millionen Juden, Sinti und Roma zu spät war.

Du kannst sicher sein, dass ich über die Boshaftigkeit Teherans genug weiß, um nicht einfach mal so "friedlichen Handel" treiben zu dürfen, ohne auf Wandel zu drängen.

Diesbezüglich hätten Netanjahu und Trump allemal recht, aber es sind allemal die Falschen, denen man es recht machen darf, denn sie gestatten sich eindeutig zu viel, was ihnen ihre Waffen erlauben.
Und wir sind insgesamt so sauber nicht, dass wir die Mullahs richten und eigenen Sünder in höchsten Ämtern halten und ihnen sogar Atomwaffen lassen, die wir anderen verbieten und sogar verlogen unterstellten.

Und der Wandel im Iran muss friedlich sein. Oder verschoben werden. - Der syrische Aufstand hat sich für die Syrer nicht bewährt.


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