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RE: Antiislamismus und Antisemitismus • Absender: Markus Rabanus, 19.10.2020 19:00

Lieber Mohamed Maghrebi, das Nachstehende soll keine Kritik an Ihrem Post sein, sondern ist meine Auffassung zum Thema:

Ich fasse jedes abfällige Gerede gegen "Ungläubige" als "Beschimpfung von Bekenntnissen" auf - und gehe trotzdem nicht strafrechtlich (§ 166 StGB) gegen Menschen vor, die ihren Glauben für das einzig Wahre halten, denn Artikel 3 GG schützt die Bekenntnisfreiheit sehr weit, so auch, den eigenen Glauben für das einzig Wahre halten zu dürfen.

Und da sparen die "Heiligen Schriften" der großen Religionen nicht Eigenlob und Verunglimpfung Andersdenkender. Bibel und Koran enthalten zwar Nettes, wie sich jede zivilisierte Gesellschaft ausdenken würde, aber z.B. die häufige Bezeichnung "Ungläubige" ist falsch, wenn es in Wahrheit um "Andersgläubige" oder Atheisten geht.
Auch ich als Atheist bin "andersgläubig", weil ich "glaube" bzw. davon überzeugt bin, dass all diese Religionen Menschenwerk und Phantastereien sind.

Die Strafbarkeit aus §166 StGB ist erst dann gegeben, wenn Äußerungen nach unvoreingenommener Auffassung für Feindseligkeit stehen.

Feindselig können zwar auch Karikaturen motiviert sein, aber die bloße Schmähung erfüllt den Tatbestand nicht. Anderenfalls müssten Bibel und Koran verboten werden.
Die Kritik an Bekenntnissen ist nicht weniger weit zu schützen als die Bekenntnisse, denn ebenfalls Bekenntnis.

Ausnahmen verlange ich allerdings für Karikaturen gegen Jüdisches.
Und nicht etwa deshalb, weil mir Jüdisches richtiger als Christliches, Islamisches oder sonstig Religiöses wäre, sondern als Teil der Reue wegen der Shoa.

Das wollen viele Muslime und Christen nicht verstehen, fühlen sich im Vergleich zu Juden diskriminiert, aber sie erlitten auch nicht, was Juden durch NS-Deutschland zu erleiden hatten.

Wie im Iran, in Saudi Arabien geurteilt wird, steht auf anderem Blatt als in säkularen Staaten, in denen unabhängig von Bekenntnissen allen Menschen gleiche Rechte gewährt werden, also Pluralismus anstelle von Chauvinismus.

Und jeder Besucher von Sharia-Regionen ist gut beraten, sich an deren "Hausordnung" zu halten, wie auch umgekehrt von allen, die hierzulande leben wollen, sich an die hiesige "Hausordnung" zu halten haben oder bestraft werden müssen.

Das heißt im Klartext:
Hierzulande darf jeder denken, was er will, darf sich für besonders begnadet, erleuchtet und göttliches Wunderwerk halten, aber darf nicht erzwingen wollen oder bestrafen, dass ich anders denke.


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