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RE: Juni 2019 • Absender: Markus Rabanus, 01.06.2019 17:08

unfertig

Eli Schalom, naja, ob meinerseits "verkürzte Sichtweise" oder vielerseits "Überinterpretation" und "Uminterpretation", ist ebenfalls "Sichtweise"    
Vielen Menschen ist die Diskussion solcher Sichtweisen Mission.
Auch das darf und soll sein, aber Hauptsinn wäre es mir zu Zwecken der Bildung, dass man die Sichtweisen des anderen überhaupt kennt,
denn es kommt nicht nur darauf an, inwieweit die Sichtweisen für den Einzelnen funktionieren, sondern auch auf das Verständnis für den anderen, um das Miteinander dem Gegeneinander überordnen zu können, denn der Folterkeller und Scheiterhaufen sind so viele in der Menschheitsgeschichte und auch heute noch.

Wir beide haben es miteinander einerseits leichter und daraus auch schwerer   , denn Deine Sichtweise war mir wie wahrscheinlich auch dir schon mit der Muttermilch. Nur hielt sie mir halt auf Dauer der Überlegung nicht stand.

Es bedarf mir keine Ur- und Erbsünde, es bedarf mir des Bösen nicht, um frei entscheiden zu können.

Mir ist die Freiheit und Liebe nicht daraus, dass ich morden könnte oder gemordet werden kann, denn es steht der Freiheit entgegen und der Liebe erst recht, denn es entsteht Hass daraus.

Wenn das Notwendige eigentlich keine Freiheit ist, denn das Böse "muss" eingedämmt sein, dann definiert sich die Freiheit ganz logisch als Entscheidbarkeit zwischen ausschließlich guten Alternativen.

Von solcher Freiheit ist die Welt weit entfernt - und sie wird mir im Unterschied zu Religiösen auch nie zum Paradies, denn schon der Blick in meinen wunderschönen Garten zeigt nicht nur Glück, sondern viel Leid von Tieren, die um ihr Leben kämpfen - und wir erkennen davon mehr und mehr, je genauer wir hinschauen - und erkennen darin auch mehr von uns.

So ist mir die Entstehung unserer Welt nicht aus Moral, sondern in vielem unerkannt, aber so weit erkennbar aus Naturprozessen, während die Zukunft der Menschheit zwar ebenfalls durch Naturprozesse befristet ist, aber zumindest im Miteinander auf Moral existenziell angewiesen, so dass wir uns durch Gesetze und leider auch Zwangsmittel zu ordnen haben, um diesen Planeten nicht zu ruinieren und unsere Streitigkeiten notfalls vor Gerichten austragen und nicht mit Drohung durch Wettrüsten oder so oft durch Krieg oder gar durch allseitige Auslöschung, wie bspw. durch Atomkrieg auch versehentlich möglich.

Moral hat mir rationale Begründung zwar großteils aus Notwendigkeit, aber schöner und wahrer wäre mir Moral allerdings ohne das viele Leid.

Solche und doch nur schöne Phantasie und deren Wichtigkeit hängt mir nicht davon ab, dass ich sie mir durch einen Glauben an eine der vielen religiösen Anschauungen "vergöttern" müsste.

"Vergöttern" im Sinne von "aus den Wünschen einen Gott in das Universum zu setzen".

Bis zu diesem Punkt verstehen mich viele Religiöse, aber Schmerz und oft auch Feindschaft entsteht dann aus weiterer Schlussfolgerung:
"Wäre solch' Gott, so würde ich ihn nur fürchten und nicht liebend anbeten mögen, denn wäre es seine Schöpfung und seine Allmacht, so hätte er alles Leid zu verantworten, denn wer es hindern kann, nicht tut, ist Teil des Bösen. Ob Ungerechtigkeit im Kleinsten oder der Shoa."

Es ist für jeden Religiösen ein uraltes Problem und darum wahrscheinlich auch Dir Grund zur Ausführlichkeit im Abschnitt zur Theodizee, aber die dort vollzogenen Interpretationen sind mir zu sehr Wendungen, zu sehr auf die Wünsche der Menschen reduziert, auf dessen Handeln und Versagen.

Pragmatisch besehen macht solche Interpretation Sinn, denn sie lässt hoffen, dass Menschen aus Glaubensgründen besser handeln als hätten sie keine Gründe.

,
als seien wir als Menschheit nicht bloß "Wimpernschlag" der Naturgeschichte und die Natur andererseits ohne unser Versagen dann auch ohne Gewalt und Naturkatastrophen.

An solchem Problem steigt die Theodizee aus bzw. macht aus dem Unwissen um die Ursprünge der Kausalitäten ein großes Rätsel, auf das nur Gott Antwort wisse.

Wäre "Gott" für Fragestellung Antwort, so hätten wir es bei Klausuren leichter gehabt,
Nun werden sich zwar weitere Kausalitäten Dank Zufall, Interesse und Wissenschaft erhellen, aber die Horizonterweiterungen lassen oft genug noch fernere Horizonte erahnen, um gewiss zu werden, dass der Menschheit schon aus Gründen ihrer Befristung nicht gelingen kann, letzte Antworten zu finden, zumal sich stets weitere Fragen stellen werden, die wir auch noch nicht kennen.

Drum brauchen sich Religiöse keine Sorgen zu machen, Gott sei ihnen zu widerlegen, wenn er sich ihnen das Gottesbild nicht ohnehin verbietet, bereits logisch an Allmacht, Shoa und Naturkatastrohen aber die Religiösen werden immer wieder umdeuten, was sie bekennen.



- und niemand sollte mir böse sein, wenn ich die dort vollzogenen Wendungen für nicht akzeptiere, .

Solche moralische Schlussfolgerung brüskiert, denn sie wäre vielen Religiösen eben nicht "Gotteslästerung", sondern auch Infragestellung der persönlichen Moral.

Aber wirklich nicht minder brüskiert mich, dass so viele meiner geliebten Freunde und Milliarden Menschen Götterfamilien anbeten oder einen Gott so sehr verherrlichen.

Lasst es uns solche gegenseitige Brüskierung ertragen lernen und dafür werben, dass man es überall erträgt, anderenfalls wäre nicht ernst genommen, wie viele Menschen in der Geschichte wegen ihrer Überzeugungen gefoltert, gekreuzigt oder auf Scheiterhaufen öffentlich verbrannt wurden.

Und das passiert auch noch heute in vielen Ländern. - Die Menschen müssen lernen, verschiedener Überzeugung sein zu dürfen.

Und wir - die Guten   - wir haben so viel Wichtiges gemeinsam zu tun, aber eben auch die Toleranz zu lehren.

Und Toleranz ist nicht daraus, dass wir an einander vorbei schauen, uns einander die Überzeugungen ersparen, sondern sie freimütig äußern und zu ertragen lernen und lehren.

Alles Liebe !


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