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RE: Krim-Annexion, Ukraine • Absender: Markus Rabanus, 22.04.2021 17:37

Lb. Jörg S., deine Sicht hat viel politisches Gewicht - auf allen Seiten jeder Front (!), aber so geht es halt nur in der eigenen Blase, die eigenen Regelbrüche entweder zu leugnen oder den anderen in die Schuhe zu schieben.

Und komplizierter als bloße SW-Malerei, wie dein Post im Unterschied zu meinem, ist das Völkerrechtliche, denn die Souveränitätsrechte gehen seit Inkrafttreten der UNO-Charta nicht mehr so weit, wie dennoch alle Mitgliedsstaaten für sich in Anspruch nehmen - und daraus Menschenrechte und Frieden mit Füßen bzw. Stiefeln treten.

Wer Ordnung ins Chaos bringen will, muss sich im Sortieren üben. Dann redet man auch weniger aneinander vorbei.

Drei Ordnungsthesen zur Mitverantwortung:

1. Wer einander provoziert, macht sich mitschuldig, es sei denn, es wäre gar keine "Provokation", sondern "gutes Recht" und nicht selbstjustiziell, sondern durch den IGH bestätigt.

2. Wer sich provozieren lässt, hat es sich als Mitschuld zuzurechnen, auch wenn alle so tun, als seien sie für ihr Treiben durch Provokation "gezwungen" unschuldig.

3. Mitschuld verringert niemandes Schuld, zumal im Effekt additiv jede Mitschuld die Schuld vergrößert.

Das erklärt, warum deine Kritik an mir in Sachen Putin falsch adressiert ist.

Aus friedenswissenschaftlicher Sicht wäre Kiew zu empfehlen gewesen, den für Moskau strategisch so wichtigen Flottenstützpunkt zu garantieren, solange keine weltfriedenssichernde Alternative erarbeitet ist.

Da Kiew solcher Empfehlung nicht folgen muss, hätte sich die NAtO überlegen können, die eigenen Stützpunkte auch Moskau zur Mitnutzung anzubieten.

Ganz ähnlich lauteten meine Empfehlungen in den Streitfällen Irak, Libyen und Syrien.

Nichts von meinen Empfehlungen hat Erfolgsgarantie, aber die Garantielosigkeit ist schlechteste Ausrede, es nicht zu versuchen - in Betracht der Folgen - und sich obendrein Garantien erarbeiten lassen.

So zieht sich das durch unsere gesamte Politik - in Ost, West und überall.

Das verwüstet Staaten und riskiert mit nahezu jedem Konflikt den atomaren Weltuntergang.

Um uns hier in Berlin, um Washington, Moskau, Peking tut es mir weniger leid, denn es liegt zu sehr auch in unserer Hand, was an Argumenten überzeugt oder falsche Politik fortsetzt.

Aber im Atomzeitalter riskieren wir eben auch die Auslöschung von Milliarden Menschen, die weder mit Krim noch mit Syrien, Taiwan, Westbank, Hindukusch, Kaschmir usw. auch nur irgendetwas am Hut haben oder mitbestimmen dürften.

Auch das steht uns nicht zu - und wir hätten darauf zu bestehen, dass die Vereinten Nationen unsere Streitfälle regeln dürfen und können.

Aber es gibt halt viele, viele Leute, die sich auf die Abschreckerei verlassen und darauf, dass ihre Trumputins die Nerven behalten - und im Falle des eigenen Untergangs der Welt den Frieden wahren.


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