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RE: Ukraine-Krieg • Absender: Markus Rabanus, 15.05.2022 18:30

Michael L, mir ist Scholz klar genug, denn was wir real leisten können und sollten, geht nur im Zusammenwirken mit den stärksten NATO-Staaten.

Auch mein Spruch wird Ihnen nicht reichen, obgleich es mir leicht fällt, sehr schroff meine immerhin völkerrechtlich gedeckten Wünsche zu äußern.

In meiner Replik auf Polenz steht alles drin, was die rechtliche Seite anbelangt.

Über das Rechtliche hinaus lässt sich seitens der Opposition leichter posaunen, als es eine in Verantwortung der Vernunft pflichtigere Regierung tun darf,
denn zu viele Leute schließen von rechtliche Positionen auf Handlungsmöglichkeiten, die sich leider nicht so mühelos aus den richtigen Wünschen ergeben.

Es ist doch ganz klar >> Wir waren schlecht vorbereitet.

Politiker, die schon immer alles dafür taten, dass Russland nur Ja & Amen zu allem sagen sollte, was man sich in NATO-Kreisen ausdachte, tun sich leicht mit überheblichen Sprüchen.

Aber so reden auch reichlich Politiker aus bloß parteipolitischen Gründen, ohne einzugestehen, wie sehr die eigene Partei für die schlechte Vorbereitung mitverantwortlich war.

Meine Spekulation war "eigentlich rational" 😢,

a) dass Putin zwar seine Nachbarn überfallen kann, was er ja kleinformatiger oft genug tat, aber mit einem derart krassen Angriff auf die Ukraine rechnete ich trotz meiner vorherigen Warnungen tatsächlich nicht.

b) Ich spekulierte darauf, dass Putin es sich nicht schwerer machen wolle, indem er sich komplett mit der EU und dem Westen überwirft.

c) Dass Putin in der Ostsee keine Pipeline versenkt, die er für Russland dann doch besser nach Peking und Indien verbaut hätte.

d) Dass Putin die Rolle Moskaus zwischen China und dem Westen zu schätzen wisse, zwar mit Peking flirtend, aber nicht Pekings Juniorpartner werden will.

Putin ist krude, aber ich hätte ihn für deutlich rationaler gehalten.

Doch was wäre anders, wenn die NATO seine Pläne gekannt hätte?

Allemal hätte sich mehr für die Abschreckung tun lassen, aber wenn Putin schon derart irrational ist, wie ich ihn von a) bis d) skizzierte, dann funktioniert auch die Abschreckung schlechter, zumal er wahrscheinlich seine Vorteile sieht:

1. Geografisch klar im Vorteil gegenüber Washington und Brüssel.

2. Moskaus Vorteile durch russische Separatisten, auf deren Region die NATO den drohenden Krieg womöglich beschränkt & dort die ukrainischen Streitkräfte gut aufgestellt sah.

3. Er wusste offenbar, dass sich die NATO nicht mit Streitkräften einmischen werde, was mich indes überraschte, wie schnell die NATO Raushalten gelobte - oder hielt man die ukrainischen Streitkräfte für hinreichend konsolidiert?

4. Vorteil durch Angriff und Überraschung via Belarus nach Kiew - und den einleitenden Luftschlägen gegen die gesamte Ukraine. - Während es vorher einigermaßen glaubhaft war, dass die Truppenbewegungen "bloß Manöver" und Schulterschluss-Demonstration Putins mit Lukaschenko seien.

Alles ein bisschen viel. - Und wer jetzt mit dem Kopf durch die Wand will, hätte vorher passendes Loch zu stemmen gehabt.

Vielleicht geschieht das schon, vielleicht gelingt es auch, aber mein Treiben ist die völkerrechtsbasierte Friedensforschung, nicht die Prophetie.


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