#1

Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 12.12.2017 00:58
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Nach Jahrtausenden, in denen es "vollkommen selbstverständlich" war, dass Frauen kein Wahlrecht haben, würde es Sinn machen, wenn für 150 Jahre nur noch Frauen aktives und passives Wahlrecht haben, zumal dann wahrscheinlich auch andere Frauen gewählt würden.


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#2

Feminismus aus meiner Sicht

in Dialoglexikon.de 20.09.2018 03:41
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Naja, ich bin für allerlei "Ismen", denn bspw. Pazifismus, Humanismus, Antifaschismus, Feminismus sind mir positiv besetzt, wenngleich es unter solch' Bannern Idioten und Idiotinnen gibt, wie auch Idiotinnen und Idioten dagegen.
Jedenfalls bin ich "bekennender Feminist, mindestens solange so vieles im Argen ist - und bleibe es vermutlich auch darüber hinaus, damit es nicht ins Arge zurückfällt".

Als Feminist bin ich nicht "gegen die Männer", zumal ich selbst einer bin, für den es mitunter Geduld braucht ;-), sogar Gesetz, damit ich weniger in Versuchung komme, Frauen bspw. wegen Schwangerschaft beruflich nicht obendrein zu benachteiligen, denn Schwangerschaft ist ohnehin kaum je karriereförderlich.

Gleichberechtigung funktioniert nur, wenn mehr als Wille oder bloßes Lippenbekenntnis, wenn Benachteiligungen erkannt und kompensiert werden.


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#3

RE: Feminismus aus meiner Sicht

in Dialoglexikon.de 14.11.2018 01:32
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Eigentlich müsste der Bundestag eine 50%-Frauenquote für die nächste Bundestagswahl beschließen, damit sich die Parteien drauf einrichten.
Nicht 30 %, nicht 45 %, sondern richtig die Hälfte vom Parlament. Und auch nicht über "Ausgleichsmandate" ;-).
Aber viele Abgeordnete sind sich zu wichtig, um aus der grundgesetzlichen Gleichberechtigung Realität zu machen.

Vielleicht befremdlich, denn ich würde auf ein BT-Mandat nicht zugunsten von Frauen verzichten, solange es nicht alle Männer betrifft.
Denn ich vertraue der Vorbildwirkung nur wenig und bin davon überzeugt, dass Werte systemische Entsprechungen brauchen, wo es sich machen lässt und Appelle nicht genügen.


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#4

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 15.11.2018 00:27
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Sollte man das nicht besser den Parteien überlassen, ob sie eine Quote einführen? Und dann deshalb gewählt werden in Konkurrenz zu Machoparteien.


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#5

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 12.02.2019 14:30
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Für mich ist die Forderung nach Geschlechterparität in den Volksvertretungen eine ebensolche Selbstverständlichkeit wie das allgemeine Wahlrecht. Und nicht nur innerhalb unserer multikulturellen Gesellschaft, sondern auch als Signal an die Welt, in der es Milliarden Frauen an Gleichberechtigung fehlt.

Quoten- und Paritätsforderungen haben Hebelwirkung und würden bspw. in unserem Land zur Folge haben, dass die Parteimitgliedschaft für Frauen attraktiver wird, denn auch dort sind Frauen bislang noch weit unterrepräsentiert.


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#6

Witze über Männer

in Dialoglexikon.de 03.03.2019 17:32
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Nebenbei:
Ich kenne womöglich zu wenige Feministen, denn mir ist kein Witz über Männer bekannt, über den sich Männer nicht freuen würden.
So genügsam sind viele, dass schon reicht, überhaupt als "Mann" gemeint zu sein.
Drum werden auch Schimpfworte wie "Chauvi" eher als Adelstitel aufgefasst.


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#7

RE: Witze über Männer

in Dialoglexikon.de 03.03.2019 18:37
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Kritik ist kein "Maulkorb", aber wer Kritik an seinem Humor nicht aushalten kann, soll mit seinem Humor in den Keller gehen, denn wir leben nun'mal in einem freien Land. Und das soll auch so bleiben.


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#8

RE: Witze über Männer

in Dialoglexikon.de 05.03.2019 03:24
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Definition:
Ein "Altherrenwitz" ist,
wat Männeken anmacht, mit denen Weiber nicht wollen.


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#9

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 05.03.2019 03:24
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Der Sozialismus hatte Anteil an der Frauengleichberechtigung, aber in den ZKs sah es kaum besser aus als bei 'ner Bischofskonferenz.


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#10

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 05.03.2019 03:26
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Frauenquote
chauvinisitscher Selbstüberschätzer:

Auf jeden Mann zwei Frauen.

------------------------------------------------

Ich übe mich seit einigen Posts im Tweeten, aber manches geht nicht so kurz:

Zur Frauengleichberechtigung wäre Parität in Volksvertretungen der wichtigste Schubfaktor - hierzulande und weltweit.

Nun fragen womöglich welche: "Und wat is' mit dem Dritten Geschlecht?"

Solche Frage zielt aber nur selten drauf ab, dem Dritten Geschlecht zu nutzen, sondern will bloß die Frauengleichberechtigung hindern.
Deshalb als Antwort: "Machen wir den ersten Schritt mit der Parität für Frauen."

Dann kommt der nächste Einwand, unter Berücksichtigung des geringen Frauenanteils in den Parteien würden Frauen durch Parität in den Volksvertretungen überrepräsentiert.

Antwort lautet: "Nun sind die Parlamente immerhin Volksvertretungen und keine Parteivertretungen, was die Parteien bitte zu berücksichtigen haben, wenn sie ihre Wahllisten aufstellen.
Überdies können die Parteien durch Parität auf den Wahllisten für Frauen enorm attraktiver werden. Zwar freilich auch weniger attraktiv für Männer im Hinblick auf eine Parlamentskarriere, aber so ist es nun'mal, wenn Mann mit Frau teilt.

Dann kommt der nächste Einwand: "Es ist undemokratisch, wenn wir nicht mehr nach Eignung wählen können, wen wir wollen, sondern Frauen Männern vorziehen sollen."

Antwort: "Von Frauenbevorzugung kann bei Parität keine Rede sein. Und die Eignung von Frauen geringer zu schätzen, ist typisch für Frauendiskriminierung."

Noch Fragen?


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#11

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 07.03.2019 12:43
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Freue mich abba als Berlina, dat morgen Feiatach is'. Und obendrein einer, für den es weltweit zu streiten lohnt.


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#12

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 29.03.2019 00:59
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Wenn man es wirklich wollte, dann könnte man auch, denn dann würden mit jedem erfolgreichen Männer-Direktkandidaten eben vorrangig die hinteren Listenplätze von Männern gestrichen.
Alles ätzend, wenn sich unsere Meinungsgurus künstlich blöd stellen.


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#13

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 17.04.2019 12:37
von janett24 • 14 Beiträge

Mega komplexes Thema... jeder fühlt sich durchgehend irgendwie benachteiligt. Wenn der eine lauter schreit, heulen die anderen leise in ihren Ecken usw.

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#14

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 12.05.2019 19:38
von ihornig • 15 Beiträge

Ich denke, dass es wahrscheinlich noch ein paar Generationen brauchen wird, bis sich mal was wirklich ändert.

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#15

RE: Feminismus 2.0

in Dialoglexikon.de 09.07.2019 15:50
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

@Astrid, Du rennst mir mal wieder offene Türen ein :-), aber wieder nicht schlimm, wenn Muße, an Präzision zu arbeiten:

a) mir ist Konkurrenz anderes als Rivalität,
b) mir ist Ansporn oft nicht'mal Konkurrenz, sondern Mitwirken,
c) ... soweit der Stehgreif ... ;-)
Und Rezo war ja nun ooch nicht schlecht.

Hinsichtlich deines Vorspruchs ganz oben, dass dir vielleicht Quotenfrauen nicht liegen, möchte ich aber widersprechen, denn ich halte Quoten gegen Unterrepräsentierung für demokratisch - und störe mich hingegen an "Alibifrauen". Letzteres haben wir bestimmt gemeinsam.

Bemerkenswert bei den gewürdigten Frauen, dass sie weder Quoten- noch Alibifrauen sind, auch kein Karrierismus in Seilschaften, sondern sehr autonome Persönlichkeiten, wie es das in der Politik Seltenheit hat.

Den gewöhnlichen Politikstil prägt ein national verkürzter Demokratiebegriff, es denen recht zu machen, von denen man gewählt ist.
Das ist zuweilen zwar auch recht nett, oft aber nicht, denn zu vieler Menschen Interessen bleiben unberücksichtigt, die von nationaldemokratisch beschlossener Politik zwar betroffen sind, sie jedoch nicht mitbestimmen dürfen, wie es bspw. "der Afrikaner in mir" betrachten würde.

Auch aus solchen Gründen sind private Hilfsorganisationen so wichtig, weil sie die nationaldemokratischen Politikgrenzen überwinden, wie es eigentlich Pflicht für die Vereinten Nationen wäre, wenn sie nicht durch Nationalismen insbesondere der Stärksten blockiert würden.

Und ganz allgemein sind autonome Persönlichkeiten wichtig, weil sie sich leichter tun, Prinzipien ohne gruppendynamisch Abstriche aufzuzeigen. - Das sollte der Politik "Ansporn" sein.

Soweit mein Statement zu diesen prima Frauen, so auch zu Dir ;-)


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