#1

Was wurde aus "Nazis.de" ?

in Antifaschismus.de 11.03.2018 03:53
von Markus Rabanus • 1.134 Beiträge

Das Projekt ist nicht eingestellt, sonst hielten wir es nicht online. Aber der Dialog mit Rechtsextremisten wurde eingestellt, weil sich die Kräfte der Engagierten verbrauchten und das Interesse nachließ auch bei uns, sich weitere Jahrzehnte mit so oft wiederholenden Dialogen zu befassen, denn die Dummheit stirbt ja nicht aus. Wie auch nicht die Rücksichtslosigkeit.

Und auf http://inidia.de/nazisdekonzept.htm kannst du lesen, wie es überhaupt zum Dialog kam, denn es war eigentlich nur ein Appell zum Dialog mit Rechtsextremisten, den ich zunächst gar nicht führen wollte, wenngleich für viele Jahre durchaus erkenntnisreich war, Prinzipien gründlicher darlegen zu müssen als es unter Demokraten erforderlich ist.
Aber ich war froh, mich dann mehr und mehr wieder meinen anderen Themen zuzuwenden, wenngleich vieles davon nicht annähernd mit so viel Aufmerksamkeit belohnt wird, aber deshalb nicht weniger interessant oder gar weniger wichtig wäre.

Nazis.de bleibt online, taugt hier und da als Gedankenanregung - und wird ab und an auch heute noch nachgebessert. Und in den Blog von Antifaschismus.de gibt es gelegentlich aktuelle Stellungnahmen.

Falls weitere Fragen, dann bitte in unsere Facebook-Gruppe der www.Initiative-Dialog.de kommen und dort diskutieren. Dort antworte ich dann auch schneller und gründlicher als bei eMail-Anfragen, zumal wir viel Spam bekommen und wir eMails nur alle paar Tage auf primär berufliche Dringlichkeiten durchforsten.

LG


The World Is Always Under Construction.

zuletzt bearbeitet 11.03.2018 04:00 | nach oben springen

#2

RE: Was wurde aus "Nazis.de" ?

in Antifaschismus.de 02.05.2018 19:01
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Böse,böse. Ihr Zecken habt auch nichts anderes zu tun. Gelle ?

R. Heß

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#3

RE: Was wurde aus "Nazis.de" ?

in Antifaschismus.de 04.05.2018 12:51
von Markus Rabanus • 1.134 Beiträge

@R.Heß. leider keine Zeit, um dir aus deinem dürftigen Post einen Blick in den Spiegel zu machen.


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zuletzt bearbeitet 04.05.2018 12:51 | nach oben springen

#4

RE: Was wurde aus "Nazis.de" ?

in Antifaschismus.de 26.06.2018 14:46
von Markus Rabanus • 1.134 Beiträge

@Joy, er möchte seine Blase ungetrübt halten, denn er glaubt ganz fest daran, dass ihn seine Blase glücklich macht.
Politischer Extremismus ist ein bisschen wie Alkoholismus: Ernüchterung tut weh. Drum meidet er sie und Sie. Und mich offenbar auch.

@Maike, ich blockiere Rechtsextremisten zwar politisch, wo es mir möglich ist, aber nicht im zwischenmenschlichen Dialog, so auch hier bei Facebook nicht, weil: Wenn ich nicht mit den Strolchen rede, müsste ich mich darauf verlassen können, dass es andere tun und sagen, was ich sagen würde.
Drum blockiere ich nur dann, wenn getrollt wird und ich keine Zeit oder keine Lust habe, darauf gescheit zu reagieren, denn psychisch entspannt und intellektuell auf die Psyche von Möchtergern-Strolchen konzentriert lassen sich immer Reaktionen finden.

Dat is' aus dem Konzept der www.Initiative-Dialog.de , die 1998 zu Dialogstraan viele Jahre lang u.a. Projekte betrieb, die auf das Bessern von "bekennenden Gutmenschen-Verächtern" spezialisiert waren.

Andererseits habe ich volles Verständnis dafür, wenn jemand auf antifaschistische Sonderpädagogik keine Lust hat, weil es rein menschlich überfordern kann, sich mit brauner Brühe abzugeben.
Auch für mich gibt es schönere Hobbys.
Allerdings macht es immer mal wieder Sinn, denn das Werteverständnis wird in solch krassem Gegenüber stärker provoziert, lässt sich entwickeln, während man sich mit seinesgleichen oft zu schnell einig ist und oberflächlicher bleibt.

LG


The World Is Always Under Construction.
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#5

RE: Was wurde aus "Nazis.de" ?

in Antifaschismus.de 30.12.2018 04:38
von Markus Rabanus • 1.134 Beiträge

Mehr als sieben Jahre bewegten wir mit dem Portal Nazis.de solche Strolche zum Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene.
Oft saßen mir welche zu Tisch und heulten sich aus über die eigene Dummheit mit all den "starken" Sprüchen und Aktionen.

Wie machten wir das:

Manche waren am Ende ihrer Sackgasse angelangt. Bspw. aus einem Landesvorstand der NPD, aus "Kameradschaften" usw. - Dann war es leichter, denn sie brachten gescheiterte Illusionen schon mit und erste Einsichten.

Für manche waren wir zu "oberlehrerhaft", aber es wirkte.

1. Weil wir anders als typische Antifanten und Lichterkettenbürger auf Nazi-Provos reagierten, denn bei Provokationen hat man die Wahl, ob man Erwartungen erfüllt und empört mit Hass reagiert, aber wenn man kapiert hat, dass solche Leute von ihren politischen Gegnern gehasst werden möchten, um hassen zu dürfen, dann brauchte es andere Reaktion. Z.B. Ironie, Gelassenheit oder Nachfrage, ob die Provo als Bitte um Therapie aufzufassen sei, denn als Leistungsträger dieser Gesellschaft braucht man sich von Möchtegern-Hitlern nicht die Welt erläutern zu lassen, sondern prüft, was in deren Bio falsch gelaufen ist.

Das passte Extremisten oft nicht, dass wir nicht immerzu auf ihre Hobbythemen einstiegen, sondern deren Kinderstube besprachen, ob gut oder schlecht für die Schlüsse daraus. Und wie oft wir mit Spekulationen richtig lagen, denn freiwillig packen nur wenige aus, dass sie ihre Persönlichkeitsstörungen extremistisch zu vergesellschaften versuchen.

2. Weil wir diese Menschen nicht zerstören wollten, sondern zu sich selbst bringen und positiv entwickeln, zur Goldenen Regel, die jeder kapieren kann und für sich selbst verlangt.

Klar, dass es nicht bei allen funktionierte, zumal es echt Kranke gibt, an die sich per Internet nicht rankommen lässt - und wir hatten auch schon genug mit denen zu tun, die sich erreichen ließen. Außerdem war es bloß Freizeitprojekt.

Wozu dieses Posting an dieser Stelle?

Weil ich möchte, dass Leute, die oben das Foto mit martialisch auftretenden Strolchen sehen, daran denken, dass die Haut unter den Tattoos oder Bomberjacken nicht dicker als bei anderen ist, verkorkste Seelchen auf Abwegen.
Mitunter braucht es Demonstrationen, Polizei, Richter und Haftstrafen, um ihnen den Weg zu verstellen, aber es braucht auch Ansprache, die sie verstehen und ändern.

Und wer ihnen nichts zu sagen weiß, überlässt sie den Abwegen und den Falschen, denn die "kümmern" sich dann um diejenigen, die uns zu anstrengend waren.

"Reden mit Nazis" mache ich hingegen nie in Foren von Nazis, weil sich Nazis dort überhaupt nicht mühen müssen, gescheiter zu sein, denn in dumpfer Masse imponiert man einander mit dumpfestem Zeugs. Da lernt niemand hinzu.

Aber in einigen Facebooks von besseren Politikern lohnt sich die Auseinandersetzung durchaus, wenn dort allgemeineres Publikum ist und sich Nazis plötzlich anstrengen müssen, während sie ansonsten bloß trollen können oder für "Empörung" sorgen.

So gut wie bei uns im früheren Projekt mit eigenem Forum funktioniert es allerdings nirgends, aber es war klar, dass uns die Reexen weglaufen, wenn sie sich in Facebook ihre eigenen Blasen pusten können und ihre "Ausflüge" in FB-Tagesschau oder zu ihnen verhassten FB-Politikern aussuchen dürfen.

Dünne Haut. - Man muss halt überlegen, mit welcher Ansprache man es ihnen in ihren Panzerchen ungemütlich macht, zumal je dicker der Panzer, desto schwerer haben sie zu tragen.


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