#76

RE: Antisemitismus

in Antifaschismus.de 17.10.2021 19:44
von Markus Rabanus • 7.563 Beiträge

"die ganze Welt" ganz sicher weniger als hier im Land der Shoa - und zurecht interessiert es andere Völker weniger.
Was nun genau in dem Hotel passierte, ist juristisch wichtig für den Fall, aber politisch wichtiger ist der öffentliche Umgang damit.
Und dann darf es mir hierzulande so sein, dass zunächst mehr Alarm ist als Entwarnung.


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#77

RE: Antisemitismus

in Antifaschismus.de 17.10.2021 20:07
von Markus Rabanus • 7.563 Beiträge

ja, die Sichtweisen kenne ich und respektiere manches mehr, manches weniger, weil das Mittendrin für viele sehr unterschiedlich ist - und die Reflexe ebenfalls.
Das Unbedachte & Ungefilterte bewährt sich in Management von Konflikten nicht, aber ich mag es eigentlich, wenn mehr Eifer wäre, das auf den Tisch gelangt Strittige ordentlich zu sortieren.


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#78

RE: Antisemitismus

in Antifaschismus.de 17.10.2021 22:35
von Markus Rabanus • 7.563 Beiträge

lb. @Mohammed, ein Grund zum Lacher isses nicht, mindestens solange es für Juden gefährlich ist, Juden zu sein


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#79

RE: Antisemitismus

in Antifaschismus.de 17.10.2021 23:34
von Markus Rabanus • 7.563 Beiträge

Detlef, zu deinem Post an Doron:
In meiner Kindheit war es eher so, dass fast alle "Wir waren es nicht!" sagten. - So richtig es ist, die Kollektivschuld abzulehnen, so falsch jedoch, daraus auf kollektive Unschuld zu schließen.

Soweit gilt es #individuell, aber nicht #völkerrechtlich, denn es gibt zur #Kollektivhaftung keine gangbare Alternative. Darum zahlten überlebende Jude und Widerständler die Reparationen mit.

Der gerechte Ausgleich, den hätte es im Innenverhältnis zeitiger und konsequenter geben müssen.

Wenn sich Merkel für Deutschland bei Juden und den überfallenen Völkern entschuldigt oder besser gesagt die Schuld bekennt und bedauert, dann ist es völkerrechtlich und moralisch korrekt. - Das sollten alle aushalten können.

Und es ist so: Ausgerechnet, aber typischerweise die Unschuldigsten können es mühelos, "die Schuld der Deutschen bekennen".

./.

zu deinem Post an mich:
Probleme in allgemeineren Rahmen zu stellen, kann gelegentlich hilfreich sein, sehr oft jedoch bloß ablenkend.

Jedenfalls lösen sich die meisten Alltagsprobleme besser direkt als auf Umwegen, erst das ganze Leben auf den Kopf stellen zu müssen.

Also wenn Anschlag auf Synagoge, dann wäre auch ein Gericht auf Abwegen, sich nur insoweit damit zu befassen, wie es mit Anschlägen auf Moscheen befasst wäre.
Allerdings sollten sich die Urteile gleichen, wie sich die Anschläge gleichen.

Davon verschieden der öffentliche Diskurs, denn wie du zutreffend feststellst, erklärt sich die größere Brisanz antisemitischer Anschläge aus den Verbrechen deutscher Geschichte. Und deren Dimension war so groß, dass es die größere Brisanz nicht nur erklärt, sondern auch rechtfertigt.

Auch viele Muslime verstehen das, aber brauchen sich deshalb nicht damit abzufinden, dass es bspw. zu der NSU-Mordserie kam.


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zuletzt bearbeitet 17.10.2021 23:52 | nach oben springen

#80

RE: Antisemitismus

in Antifaschismus.de 08.11.2021 01:44
von Markus Rabanus • 7.563 Beiträge

Etta E., die meisten Opfer von Islamisten sind keine "Ungläubigen", sondern Muslime - und häufig Religiöses vorgaukelnd, wie auch viele Opfer der Katholiken Protestanten waren und umgekehrt - z.B. im Dreißigjährigen Krieg.

So sind auch islamistische Attentate hierzulande häufig nicht aus irgendeiner Tiefgläubigkeit, sondern das Religiöse wieder nur Alibifunktion für den Hass auf eine Gesellschaft, von der sich welche abgelehnt fühlen oder tatsächlich abgelehnt werden, z.B. wenn es um Migration und Asyl geht.

Wer islamistische Attentäter auf den Islam reduziert, macht sich mir verdächtig, sich mit Ungerechtigkeiten unserer Welt nicht auseinandersetzen zu wollen und sich stattdessen einen Heiligen Krieg gegen den Islam und die Muslime zu machen.
Daraus wiederum viel Alibi derer, die sich mit islamistischen oder antimuslimischen Attentätern in Szene setzen.

Denn das gibt es ja auch bei Rechtsextremisten, dass die ihr oft höchstpersönliches Schicksal & Scheitern politisch verkleiden und vergesellschaften, wie es m.E. z.B. ein Breivik und eine Zschäpe machte.


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