#1

Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 15.07.2019 14:48
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

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#2

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 15.07.2019 14:53
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Wir haben 46 Jahre verschlafen, wenn man die "Ölkrise" als Weckruf begriffen hätte.


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#3

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 31.01.2020 03:12
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Frank, vielleicht hat mein Dieter ja gefunden, was ich mir schon so lange von Physikern wünsche: Alle provozierte Radioaktivität auf den thermischen Nutzen zu reduzieren.


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#4

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 10.04.2021 09:56
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Sveni Dietschee, ob Sie wie ich mit Windkraftanlagen zu haben?
Ich seit den Achtzigern mit zwei Beteiligungen im Sauerland. Bis in die früheren Neunziger hatten wir bis zu 25 % Abschaltung und mehr Prozent Leistungsverlust, weil in Starkwindphasen die "Grundlast" per AKWs viel zu hoch eingespeist wurde, denn die sind nun mal träger und unflexibler als andere Kraftwerkstypen. Und dann mussten wir abschalten, um Überlast zu vermeiden.

Das ist inzwischen zwar viel, viel besser, aber noch immer sind die Großkesselanlagen zu unflexibel und deshalb viele davon unwirtschaftlich.

Mit dezentralen, kleineren Gaskraftwerken wäre mehr Flexibilität, weniger Netzaufwand und mehr Versorgungssicherheit, denn wenn Großtechnik ausfällt, sind die Netzanforderungen noch höher als ohnehin hoch bei Großkesselanlagen.

Andererseits braucht es starke Netze, um Ihren "Dunkelflauten"   zu begegnen und möglichst wenig Verbrennungskraftwerke zu fahren.

Forderung zum Beispiel: Für Vielfamilienhäuser Kleinkraftwerke mit Anschlusszwang für Mieter nach rechtlichen Prinzipien, wie sie sich bei Zentralheizungsabrechnungen bewährten.

Wichtig wäre mehr "Netz-Radar", z.B. per App, um in Haushalten Waschmaschinen, Geschirrspüler zu betreiben und Elekroautos aufzuladen, den Lastkurven hohen Wellengang zu vermeiden.

Vor allem wäre mehr Speichertechnik wichtig, Umwandlung & Rückwandlung, Festkörper-Gravitationskraftwerke.

Und Energieverbrauchsobergrenzen pro Haushalt bzw. Person.

Für die Heiztechnik mehr Solar- und Geothermie, ...

Wir stecken energietechnisch noch in den Kinderschuhen, weil die Politik halt von meinesgleichen nur Steuerzahlungen zu erwarten hat und sie sich deshalb lieber den monopolistischen Konzernen andient, die mit Parteispenden und Pöstchen unsere Politiker glücklicher macht.

Aber der Hauptgrund für die energietechnische Rückständigkeit ist, dass die Ressourcenverbrennung noch immer so "billig" ist, weil deren Folgen nicht eingepreist sind, wie bspw. die "Entsorgung" des Atommülls.


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#5

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 10.04.2021 11:17
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Sveni D., meine Branche ist, dass Leute Dach über dem Kopf haben. Und in meinen vielen Berliner Mietshäusern gab es seit Jahrzehnten keine Mieterhöhung, allenfalls bei Neuvermietung.

Also bitte nicht voreilig sein mit Verallgemeinerung eventuell persönlicher Leidenserfahrung.

Sie haben recht, dass auch Gaskraftwerke als Verbrennungstechnologie zum Klimawandel beitragen, aber immerhin schon besser, wenn mehr Biogas aus unserer Land- und Abfallwirtschaft eingespeist würde - und als Not- und Brückentechnologie betrieben.

Doch dafür müssen Fortschritte mit den "Ewigenergien" beschleunigt werden,
also Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Luftwärmeanlagen, Gravitationskraftwerke (nicht nur Wasserenergie), Tiedenhubkraftwerke, ... - und Energiesparen in allen Bereichen, auch im Verkehr bspw. durch Gewichts- und Leistungsobergrenzen für Neuzulassung von PKW.

Ich habe keine Geschirrspülmaschine im Haushalt, auch keine Klimaanlage und was sonst noch unnötig für Vielverbrauch sorgt.
Deshalb fordere ich, dass die Energiepreise politischer gestaltet werden: Tarife pro Kopf und bei Mehrverbrauch kein Rabatt, sondern Aufpreis.

Ich hoffe, Sie verstehen das als sozial gerecht - und müssten dann auch fordern, dass es so kommt - anstatt mit niedrigsten Energiepreisen ohne Einrechnung der Folgekosten der Verschwendung das Wort zu reden.


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zuletzt bearbeitet 10.04.2021 11:17 | nach oben springen

#6

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 20.04.2021 15:16
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

unser Stromverbrauch "verschandelt die Landschaft", aber das ist weniger schlimm als ein Stromverbrauch, der uns die Atmosphäre verschandelt und noch mehr ewigen Atommüll beschert.


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#7

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 20.04.2021 15:57
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

mit solchen Hoffnungen auf Atomenergie - ob energetisch oder militärisch -befindet man sich auf bestem Wege, auch nicht mehr auf die Steinzeit hoffen zu dürfen


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#8

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 10.05.2021 13:13
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Allein schon die Terrorgefahr sollte genug Argument für den Atomausstieg sein, aber viele Leut' neigen dazu, Risiken erst dann ernst zu nehmen, wenn sie sich realisierten.

Die Kohle gegen die Atomrisiken auszuspielen, ist falsch, denn die Atomparteien haben es zu verantworten, dass jahrzehntelang die Energiewende vertrödelt wurde.
Jeder Pfennig Parteispende von den Energiekonzernen war und bleibt unentschuldbar.

Den Grünen werfe ich wie den Atomparteien vor,
- dass sie den Asse-Schwindel mitmachten,
- dass sie die Folgekosten des Atomstroms und der Verbrennungsemissionen nicht einpreisten und den Wettbewerb zulasten von Sonnen- und Windenergie verzerrten, die durch Subventionen an Akzeptanz einbüßten, ABER hätten das die Atomparteien mitgemacht?

Nein, das hätten sie nicht, aber ich habe es immer gefordert - gegen den Klüngel zwischen Politik und Wirtschaft.

Alle Parteien machen zu viel falsch, z.B. dass Anlieger von Energietrassen und Windkraftanlagen keine Energievorzugspreise bekommen.

In der Iranpolitik, dass Teheran keine Gaskraft-, Solar- und Windkraftwerke als Alternative zur "friedlichen Atomnutzung" propagiert wurde.
Auch Fischer war darin Totalversager, aber er ist halt so wenig "grün", wie alle anderen Verhandler aus Atomlobbystaaten, sondern Ich-AG.

Die Serie der Fehlentscheidungen ist endlos. - Und selig sind die Gedankenlosen.


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#9

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 11.05.2021 14:33
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Kernenergie klingt so schön "kerngesund", aber es geht nicht um Kirsch- oder Kürbiskerne - und mit dem Begriff "Radioaktivenergie" wären wir näher dran.
"Kernenergie" und "Kernwaffen" ist Lobbyisten-Sprech.


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#10

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 12.05.2021 00:40
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Wer sich aus der Geschichte gut darstellen will, hätte spätestens in den Siebzigern die Energiewende herbei führen müssen. - Und wir hätten heute kein "Endlagerproblem".


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#11

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 12.05.2021 10:37
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Trotz vieler Industrieverlagerung in Lohndumping-Staaten ging der Stromverbrauch Deutschlands nicht zurück:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/stromverbrauch


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#12

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 12.05.2021 11:24
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Rita, das ist bei ganz vielen Dachgeschoss-Wohnungen unerträglich - und liegt eben an falschen Baukonzepten, denn die Dämmstoffe laden sich mit Hitze auf, wenn der Luftzug zwischen Dachdeckung und Dämmstoffen zu gering ist. Und das ist er meistens, sonst würde in der kalten Jahreszeit zu viel Heiz-Energie verloren.
Darum müsste bei Neubau ein Lüftungsklappensystem vorschriftlich sein, möglichst Handbetrieb, denn jedes Mehr an Automatisation erhöht die Reparaturanfälligkeit.
Beim Altbestand könnten Solaranlagen für Verschattung sorgen, denn ohne lassen sich Spiegeleier auf den Dächern braten.


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#13

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 24.05.2021 01:02
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Bevor Sie anderen Leut' mit "zu Ende denken" kommen, sollten Sie mit dem Denken mal anfangen, denn der Stromhandel ist keine "Hilfe", sondern Geschäft - und das darf es auch sein, weil sonst Endlos-Verschwendung wäre.

Und es spricht gar nichts dagegen, dass die Handelsbilanz zwischen den beteiligten Ländern auch durch Stromhandel ausgeglichener würde, denn bislang verdienen wir mehr dran als die AKW-Staaten, aber manche hier scheinen zu glauben, die Geschäfte würden besser laufen, wenn unsere Kunden zahlungsunfähig werden.

In vernünftiger Kombi
1. der Erneuerbaren,
2. der Weiterentwicklung von Speichertechnologie,
3. europäischem Verbund,
4. Energiesparmaßnahmen
bleibt an Problem allenfalls die dauerhafte "Dunkelflaute" im Kopf derer, die uns Dunkelflauten durch Trödeleien bescheren.


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#14

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 09.06.2021 12:19
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

an einen für Atomenergie schwärmenden Physiklehrer:

Dieter, betreffend #Klimaabkommen >> "Papier ist nur so geduldig, wie Gesellschaft und Ordnung geduldig ist", anderenfalls bräuchten alle Leut' Kalaschnikows.

Schon der #Atomeinstieg war falsch, denn von Lügen begleitet, der Preis sei geringer, die Energie friedlich & sauber, die Technik beherrscht, das Hauptrisiko seit #Restrisiko, der Müll ließe sich #entsorgen. Und Alternativen nicht sinnvoll.

#Atomkraftwerke für sicherer gegen Terrorismus zu halten als das Pentagon v. 11.09.2001 ist ebenfalls recht kühn und zeugt von großem Vertrauen in die Gutmenschlichkeit von Selbstmordattentätern, die sich die Himmelfahrt beschleunigen wollen.

Und #Stresstest kann auch Sonnensturm sein, bei dem uns nicht bloß die Lichter ausgehen, sondern unbeherrschte Technik um die Ohren fliegen lässt, was sie an radioaktiven Stoffen verschleudern, aber zugleich durchseucht.

In politischer Funktion unterstützte ich die Forschung und sogar auch den sehr störanfälligen Forschungsreaktor des damaligen Hahn-Meitner-Instituts, aber ich war immer Gegner der großtechnischen Anwendung, solange Grundlegendes der Technik unbeherrscht ist, die Kettenreaktion so simpel stoppen zu können, wie sie sich einleiten lässt, denn jede erforderliche Raffinesse steigert die Störanfälligkeit in Richtung eines GAU, für dessen Dimension es an Formeln fehlt, weil von zu vielen Faktoren abhängig, wie Bevölkerungsdichte, Weite des Landes, Winden, Gewässern u.v.m.

#Naiv ist, wer glaubt, dass ein Risiko keines sei, weil ihm noch nicht persönlich begegnet.

Und #Atomausstieg vor dem #GAU ist billiger als hinterher.
"Nun stehen sie aber nebenan" - ja, schlimm genug, aber wenn Deine Schüler von ihren Nachbarn Fehler abschrieben, dann machtest Du daraus wahrscheinlich keine besseren Noten.

Was es braucht:

1. Eine schrittweise Steigerung des Forschungsetats für #Energiewissenschaft in dem Maße, wie sich die Lehre ausweiten lässt, denn ohne ausgebildete Menschen keine Forschung, aber wir müssten es uns vielleicht sogar mehr kosten lassen als diese Pandemie, um mit den kosmischen #Ewigenergien den Raubbau an diesem Planeten so zu beenden, dass es wirtschaftlich wird.

2. Wir müssen dem Energieverbrauch die Natur-Folgekosten einpreisen.

3. Wir müssen Energie sparen.


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zuletzt bearbeitet 09.06.2021 12:32 | nach oben springen

#15

RE: Energiepolitik

in Dialoglexikon.de 09.06.2021 12:48
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Jörg F., exakt, denn früher hatte nahezu jede Fabrik eigene Stromproduktion und die Städte eigene Kraftwerke, alles war dezentraler mit weniger Netzaufwand und technisch anspruchsloser dem Bedarf anzupassen, allerdings mit Kohlekraftwerken die Luft verpestend.

Da galt es anzusetzen, wenigstens auf Brückenenergie wie Erdgas und sukzessive besser auf BioGas umzustellen, Kraft-Wärme-Kopplung usw., aber die Weichenstellung war anders:
a) weil politisches Prestigestreben nach Atomarem,
b) weil die alten Konzerne mit der politisch subventionierten Atomkraft leichter Monopoly spielen konnten als mit Dezentralität.


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zuletzt bearbeitet 09.06.2021 12:48 | nach oben springen


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