#1

Weltraumprogramme, Kosten und Prioritäten

in Sonstiges & Verschobenes 04.05.2017 00:37
von Markus Rabanus • 383 Beiträge

Am liebsten hätte ich eine Kostenschätzung meinem andersortigen Posting v. 25.03.2017 voran gestellt, aber Recherche zu mühsam ...

Ob zuerst in den Weltraum oder zuerst die Probleme auf Erden zu lösen erforderlich sei, dürfte sich von Region zu Region beim Blick in den Himmel und auf den Teller arg unterscheiden, denn unsere globalen Problemlösungen kommen immerhin täglich für viele zu spät.

Allein dass die Lösung vieler Probleme auf Erden eher davon abhängen, weniger Ressourcen in kriegerische Abenteuer zu verpulvern, rechtfertigt, dass nicht an zivilen Weltraumprogrammen gespart werden müsste, wenn sie denn hoffentlich nur zivil wären, wozu es wiederum umfassender Kontrolle seitens der UNO bedarf - und zwar insbesondere durch Wissenschaftler der vielen Nationen, die sich keine Mars-Umrundungen leisten können.

Die astronomische Rivalität erschiene mir weit mehr Risiko als die Wahrscheinlichkeit eines Asteorideneinschlags oder vorläufig auch der Wahrscheinlichkeit von Verhinderbarkeit,
zumal bspw. vulkanologische Naturkatastrophen in ihren Dimensionen mit astronomischen Katastrophen durchaus mithalten können, wenn man sich die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens oder zumindest menschenwürdiger Zivilisiertheit vergegenwärtigt.

Überhaupt beschert uns die Wissenschaft laufend neue Typen erdgeschichtlicher Großkatastrophen, deren Dimension diesbezüglichen Fatalismus durchaus begründen kann, denn Massenflucht auf weite Sicht unmöglich. Und auch 70.000 Leute in sicherer Umlaufbahn zwecks Arterhaltung wäre mir zu wenig tröstlich, sonst wären wir vielleicht bei den Zeugen Jehovas  

Und doch begeistere ich mich für so vieles, was wir in den letzten Jahrzehnten über den Weltraum in Erfahrung brachten, auch wenn es kaum irdische Probleme löst, aber die intellektuellen Horizonte erweiterte.

LG


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#2

RE: Weltraumprogramme, Kosten und Prioritäten

in Sonstiges & Verschobenes 10.05.2017 13:26
von Markus Rabanus • 383 Beiträge

"Rauchen schadet der Gesundheit" - hat schon jeder gehört. Es zu wiederholen, macht die Aussage nicht falsch, auch nicht überflüssig, solange geraucht wird. - Ich bin Raucher.
Die Erkenntnis daraus lautet: Verstand und Vernunft sind zweierlei.
Folglich kann es im Umgang mit Hawkins Katastrophen-Prognose nicht darauf ankommen, dass es schon andere vor ihm gesagt haben.
Zumal sich seit Menschengedenken vor allem Naturkatastrophen überliefern - und mangels wissenschaftlicher Erkenntnis oft religiös verklärten.
So auch die Rettung betreffend in Varianten:
Die Bösen fressen die Raben, die Guten in die Arche - oder
auf der Flucht und Suche nach dem Gelobten Land.
So wichtig mir der Selbsterhaltungstrieb immer bewusst war, wobei das Bewusstsein die Irrungen enthält,
so zweischneidig und unerträglich war die Arche-Erzählung im Kindergottesdienst, dem Grunde nach zu gleich mit "Nach mir
die Sintflut".
Aber das Szenario ist realistisch, dass wer einer Katastrophe entgehen kann, es auch tun wird - von wenigen abgesehen, die sich sagen: "Das war es dann eben. Ich mag die anderen nicht überleben."
Vielleicht tendiere ich zu solcher Minderheit, die bereit wäre, das Schicksal der rettungslosen Mehrheit zu teilen.
Jedenfalls waren mir schon immer bspw. Atombunker zuwider, obgleich ich einen legitimer besitzen dürfte als andere, deren Glaube an die Atombombe Gemeinsamkeit mit Putin, Trump, KimKong und anderen hat.

Kurzum: Ob der Planet Erde heute oder irgendwann durch Politik oder Naturereignisse ruiniert wird, wäre mir keine Veranlassung, irgendeiner auserwählten Schar den vorerst nur geistig-moralischen Abflug in andere Welten zu finanzieren, während gleichzeitig im Sudan Menschen verhungern, weil wir politisch versagen.


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