Peking fordert oft Vertrauen, wie es auch Putin reichlich forderte und entgegen gebracht wurde.
Alle Welt lässt sich ködern mit #gemeinsamen_Interessen, aber für #Vertrauen braucht es Lösungsbereitschaft & Fortschritte in den Streitfragen - und zwar nach Maßgabe des Völkerrechts.
Dass gemeinsame Interessen leichter verhandelbar und verlässlicher sind, setzt keine diplomatischen Künste voraus und bedürfen keiner Vertrauensbekundungen.
Andererseits bleibt es wichtig, der Konflikte wegen nicht alle gemeinsamen Interessen über Bord zu werfen, z.B. den Klimaschutz, Naturschutz, die Vereinten Nationen, viele Bereiche der Wissenschaft, ...
Das Völkerrecht (UNO-Charta Art. 2 Abs. 2) verpflichtet zwar alle Staaten auf das Vertrauen, aber "Treu & Glauben" ist kein blindes Vertrauen, keine Einbahnstraße, so dass Vertrauen eben auch verdient sein muss.
Was sind die Streitigkeiten mit China?
1. Pekings Imperialismus, der sich in großen Teilen der Welt als Anti-Imperialismus gegen die USA und vormaligen Kolonialmächte kostümiert und bis ins Heute Anknüpfungspunkte sammeln kann.
2. Pekings Gebietsansprüche im Gelben Meer.
3. Das Taiwan-Problem, denn seitens der UNO zugunsten der "Ein-China-Politik" völkerrechtlich geopfert und seither nur us-militärisch gegen Pekings Vereinigungswillen gesichert.
Ein superkompliziertes Problem und mit der ökomischen, militärischen Erstarkung Pekings gefährlicher werdend.
Die dt. Politik mit ihren stereotypen Mahnungen, "Konflikte nicht anzuheizen", ist eher wie Kopf in den Sand & derweil kommt das Risiko näher.
3. Pekings diskriminierende Minderheitenpolitik, Tibet, Uiguren und sicherlich noch viele andere Minderheiten, die wir nicht auf dem Schirm haben.
4. Pekings KP-Oligarchen-Diktatur, die jegliche Kritik seitens der Bevölkerung verbietet und darüber hinaus auch dem Ausland die China-Kritik verbieten will. Letzteres maßen sich US-Politiker wie Trump allerdings ebenfalls an. Deshalb glauben nicht wenige Leut': "Was die einen dürfen, das dürfen die andern auch." = falsch, denn niemand darf Kritik verbieten.
5. Pekings Welthandelsstrategie, die allerdings ebenfalls in ihren Hauptmethoden den Methoden der anderen Welthandelsmächte gleichen, wobei sich die daraus erwachsenden Abhängigkeiten nur schwer abschätzen lassen, zumal vielfältiger Art, inwieweit politisch korrumpierend und Elend fördernd statt lindernd oder wie in Konfliktphasen die Abhängigkeiten ausgenutzt werden.
"Wandel durch Handel" ist in Verruf gehalten, obgleich nicht gänzlich falsch, nur eben oft kein Wandel in bessere Richtung.
"Handel durch Wandel" kann wiederum zu sehr "gemeinsame Interessen" blockieren, - Gute Politik ist schwierig' Ding.