#1

China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 18.09.2020 11:48
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

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#2

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 18.09.2020 11:48
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Sobald Jingping auf den Wühltischen zum kleinen Preis gelandet ist, werde ich es kaufen, denn zunehmend wichtig, sich mit Pekings Propaganda auseinanderzusetzen.

Und das lässt sich machen, wenngleich stets ein Stück weit Intelligenztest, aus rivalisierenden Weltsichten vernünftige Schlüsse zu ziehen.

Wer gute Übersicht haben will, sich ziemlich authentisch über die Rivalitäten und Kooperationen weltweit zu informieren, dem sei das "Handbuch zur deutschen Außenpolitik" empfohlen, Standardlektüre für unsere Leut' im Auswärtigen Amt, allerdings seit 2012 ohne Neuauflage.

./.

Dass Thalia weniger Bildungseinrichtung als bloßer Buchdiscounter ist, kann niemanden überraschen. Und das nicht erst seit "Eva-Prinzip" und Sarrazin - in fast allen, auch "seriösen" Buchhandlungen, bei denen solcher Schmarren als "Sachbuch" über die Theke geht.


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#3

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 09.01.2021 16:11
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Vieles lässt sich nur fordern, nicht einseitig durchsetzen.
Forderung könnte sein - und ist es vielleicht auch, dass wir uns international gegenseitig mehr in die Karten schauen dürfen, denn Transparenz erschwert Menschenrechtsverletzungen.
Wichtig wären spontane Lagerkontrollen, Prozessbeobachtung usw.

Wir müssen völkerrechtlich die Souveränitätsprinzipien überarbeiten - und zwar bevor sich die Kräfteverhältnisse zugunsten autoritärer Staaten verschieben.
Darum sollten wir auch weiterhin darauf drängen, dass die USA dem Internationalen Strafgerichtshof beitreten und die Vereinten Nationen stärken.

Ob in Moskau oder Peking - viele werden dort glauben, uns seien Russland und China zu groß, zu mächtig - und das glauben sie zurecht, fürchten und bekämpfen Separatismus, denn "teile und herrsche" war nicht erst Trumps Idee.

Wenn wir keine Perspektive entwickeln, die Rivalitäten durch Kooperation einzuhegen, sondern uns weiterhin des "teile und herrsche" verdächtig machen, riskieren wir die Vertiefung der Gräben - und so auch versehentliche Erdrutsche, die uns mitreißen.


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#4

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 13.03.2021 16:58
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

AUCH #Peking muss Kompromisse lernen und garantieren, sonst fliegt uns gemeinsam die Welt um die Ohren (#Taiwan etc.)


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#5

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 14.06.2021 11:56
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ja, paradox, aber ich werde Peking nicht Glauben machen, dass mir die chinesische Aufrüstung gefalle, denn Peking steht in der Pflicht, vernünftige Vorschläge auf den Tisch zu legen, wie Konflikten vorgebeugt und entschieden gehören.
Und da kommt aus Peking eher das Gegenteil mit Ansprüchen auf Meeresgebiete, die bislang der Menschheit gehören sollen, mit Ansprüchen auf Taiwan und mit der Unterstützung für Nordkoreas Diktatur, Unterstützung für die Putschisten in Myanmar usw.


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#6

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 14.06.2021 14:48
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Klar, noch sind die USA "Nr.1" - und das wird sich ändern, aber es nichts am falschen Prinzip, denn "multipolar" usw. war die Welt schon immer - und voller Kriege daraus, dass sich die starken Staaten wichtiger nahmen als die schwächeren und unterentwickelteren.

Für "Friedliche Koexistenz" braucht es andere Definition als diejenige der hoch- oder abgerüsteten Rivalen, zumal auch die Rückkehr zum Fußsoldaten keinen Frieden bringt.

Die andere Definition ergibt sich aus UNO-Charta und wie es gemacht wird, steht im Weltfriedensplan.


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#7

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 04.02.2022 02:22
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

China & der Westen

Die "billigen Arbeitskräfte" dieses Regimes
- sind uns billige Werkbänke,
- brachten uns billige Waren
& China ist vorerst noch "guter Absatzmarkt",
bis es sich dreht, denn immer war klar, dass China daraus eigene Kraft erwächst.

Unsere Politik zeigt/e sich unserer Wirtschaft & unserem Markt gefügig - und das wird sich allenfalls ändern, wenn die Macht Chinas mit unserer Macht in Konflikt gerät, was auch eher schlechtes Szenario wäre.

Es fehlte uns an politischer Strategie und kommt womöglich zu spät.

Darum bleibt zu hoffen und darauf zu drängen, dass die Chinesen selbst ihres Regimes überdrüssig werden, denn all der zur Pflicht gemachte Konformismus ist ja nie echt, allenfalls Idioten.

Prognosen sind schwierig, denn von Brutalität & Geschick des Regimes abhängig - und wie sich der Intellekt der reicher werdenden Schichten entwickelt, ob in nationalistisch kruder Richtung oder weltoffen humanistisch und demokratisch.

China & Russland

Die machen es wie wir nach dem erbärmlichen Motto "der Feind meines Feindes ist mein Freund", wenn es drauf ankommt, aber Tiefe haben all solche Bündnisse nur im Rahmen gemeinsamer Interessen & fairen Umgangs miteinander. - Von "Werten" spreche ich bewusst nicht und bedauere es auch, aber in der praktischen Politik spielen sie leider der Wirtschaft und notwendig auch dem militärischen Frieden eine untergeordnete Rolle,


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#8

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 04.02.2022 05:27
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Thomas B., ja, das ist ein TRAUERSPIEL - und ich war mal optimistischer.
Als 2008 dieses tolle Olympia-Stadion eingeweiht wurde - und man nannte es "Vogelnest", sah es mir nach einer Fessel für unsichtbar rausragende Fäuste aus. - Nur kann ich schlecht zeichnen & wollte die Chinesen auch nicht traurig machen.


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#9

RE: China und Chinakritik

in Friedensforschung.de 21.02.2022 13:48
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Jörg, aus "Containment" ggü. China wird nüscht, denn
a) wir sind ohne Konzept für konkurrenzfähige Entwicklungspolitik - schon innerhalb der EU,
b) mit Moskau zu tief zerstritten, was im Gegenteil dafür sorgt, dass Russland von Peking abhängiger wird.


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