#1

Foren und/oder Facebook

in Initiative-Dialog.de 17.05.2017 11:30
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

@Ocke, es ist kein Entweder-Oder, denn so ein Facebook lässt sich ja durchaus wie ein politisches Tagebuch betreiben und als sinnhaft rechtfertigen.

Für demokratische Politikentwicklung braucht es aber qualifizierteres Diskussionsformat, wie es mit strukturierten Foren möglich wäre. Und das sparten inzwischen alle Parteien ein,
- weil Moderation zu anstrengend, was sich mit Zugangsberechtigungen eingrenzen ließe,
- weil Strukturiertes nicht in die Kampagnen-Strategie der Parteien passt, obgleich sich Kampagnen auch in Foren hervorheben lassen.

Und es müssten nicht unbedingt Parteiforen sein, vielleicht sogar besser, wenn es ein überparteiliches Parlamentsforum geben würde, in dessen Hauptrubriken ausschließlich per modernem Personalausweis verifizierte Bürger mitdiskutieren können.

Die "Bürgernähe" ist Aspekt von Demokratie, aber Diskurs wichtiger als Händeschütteln.


zuletzt bearbeitet 17.05.2017 11:30 | nach oben springen

#2

RE: Foren und/oder Facebook

in Initiative-Dialog.de 17.05.2017 11:44
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

O... Chris... Eg....: @Markus Rabanus - Dass sich die Bürger*innen, die in solchen Foren mitdiskutieren möchten, per modernem Personalausweis verifizieren müssten, hätte natürlich den Nachteil, dass Menschen, die einen solchen Personalausweis noch nicht besitzen, von der Diskussion ausgeschlossen wären.

Markus Rabanus: Hmm, so sind wir alle ausgeschlossen, während das elektronische Teil dann endlich auch mal demokratischen Sinn gewänne.
Wer ohne elektr.Ausweis ist, anonym sein möchte usw., kann sich dann halt nur in einen Anonym-Bereich solchen Forums einbringen, wenn überhaupt.
Wir sollten die Kultur unserer Gesellschaft nicht so sehr durch Trolle und Bots beeinträchtigen lassen.
Als "Initiative-Dialog.de" machten wir uns darüber viele Gedanken.


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#3

RE: Foren und/oder Facebook

in Initiative-Dialog.de 09.05.2019 14:02
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

Lieber Richard, die Wirksamkeit unserer Facebook-Aktivitäten entspricht halt dem geringen Interesse an unseren Anliegen und/oder unseren Darstellungen, aber mir wäre es kein Grund zum Präsenz-Verzicht, denn darunter würde a) die inhaltliche Weiterentwicklung leiden.

b) Und wer suchet, soll finden ;-)

Überdies arbeite ich mit mehr Beiträgen befreundeten Facebooks zu, von denen einige Auftritte öffentlichkeitswirksamer dem Bedürfnis vieler Menschen entgegenkommender sind, indem sie sich parteiischer für vermeintlich oder tatsächlich kleinere Übel positionieren, was zwar nicht falsch ist, aber oft zu antagonistisch und zu wenig auf eine gemeinsam zivilere Weltordnung orientierend.

Ausschließlich Facebook zu bedienen, hielte ich allerdings für falsch, denn Facebook verhindert bewusst strukturiertes Diskutieren, wie es traditionelle Foren ermöglichen, sondern will einfach nur viele "Klicks" für die Werbeeinblendungen generieren - und dafür ist Facebook als "Stimmungs-Pinnwand" gerade recht, denn "Stimmung" hat jeder Mensch jeden Tag reichlich, während "Einsichten" seltener. Die Stimmungsmache ist der Vernunft dann leider eher abträglich.

Obgleich das viele gescheite Leute wissen, funktionieren Foren nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt, denn Facebook, Twitter usw. machen die User unabhängiger von Macken, Frust und Willkür der Forenbetreiber. Auch daran scheiterten die einst großen Foren, die wir als Initiative-Dialog.de unter der Domain www.diskussionen.de betrieben - und scheiterten also auch an meinem missionarischem Bedürfnis - sukzessive, je mehr die Leute Facebook & Co. für die eigene "Selbstbestimmung" oder meinethalben auch "Blase" entdeckten.

Heute bin ich froh, denn große Foren waren sehr anstrengend, oft angegriffen - und wurden längst auch urheberrechtlich riskant, denn in großen Foren ließe sich auch mit permanent erweiterten "Upload-Filtern" nicht gewährleisten, dass nicht irgendjemand eine Urheberrechtsverletzung ins Forum postet, um dem Betreiber den juristischen und wirtschaftlichen Garaus zu machen.
Dem ließe sich allenfalls dadurch beikommen, dass sich die Forenteilnehmer verfolgbar identifizieren, aber so weit mag kaum jemand gehen, wenn das Thema abstrakter ist als bspw. die Suche nach einer fehlenden Briefmarke, Radkappe, Frau usw.

Foren sind also nur noch in kleinerem Kreise möglich, wenn keine urheberrechtlichen Risiken daraus erwachsen sollen.
Die Risiken würden
a) mit der Größe der Öffentlichkeit wachsen, denn dann genügt Angreifern Neid oder Wettbewerb,
b) mit dem verfolgten Foren-Anliegen, denn die Initiative-Dialog war antiextremistisch unterwegs und machte sich die eifrigsten Idioten zu eifrigsten Angreifern.

Immerhin jedoch lohnen Foren wenigstens zur strukturierten Schnell-Erfassung eigener Beiträge, die man anderswo postet (Leserbrief, Facebook), um die Thematik weiterzuentwickeln.
Sobald die Verbesserung lohnt, dann lohnt auch die Mehrarbeit, den Fortschritt auf den Themen-Websites zu dokumentieren. - So mache ich das seit langem, zumindest seit die irre Arbeit mit großen Foren entfiel und mehr Zeit für die Website-Entwicklung war.

Und so hätten wir es hier auch machen können, aber leider waren die Admin-Erwartungen an solches Forum zu hoch gesteckt.

Facebook leistet mir im Vergleich zu öffentl.rechtl.Reportagen. Nachschlagewerken, Büchern wenig Information. Also deshalb wäre ich nicht dort. Aber es leistet mir oft Anregungen zur Thesenverbesserung. UND immerhin auch sehr nette Kontakte.

LG


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#4

RE: Foren und/oder Facebook

in Initiative-Dialog.de 08.11.2019 16:37
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

@Astrid, ja, det is vollends irre. Einer der vielen Gründe, weshalb ich (zu spät) in Facebook aktiv wurde, denn wir hatten als Initiative-Dialog früher ein eigenes Netzwerk - und im Community-Bereich werbefrei auf eigenem Server.
Aber auch ein Grund, warum wir nahezu "starben", weil wir dem Schwarm in die Netze der Datenkraken zu spät folgten.


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#5

RE: Foren und/oder Facebook

in Initiative-Dialog.de 10.11.2019 23:44
von Markus Rabanus • 3.405 Beiträge

@Eli, es gibt viele Alternativen, die nicht mithalten können.
Ich möchte es einem gemeinsamen Auftritt der öffentlich-rechtlichen Medien angehängt sehen.
Dort gibt es Diskussionsstoff in Hülle und Fülle - und die derzeitige Praxis kurzer und unrubrizierter Kommentierung ohne eigene Timeline und Vernetzungsmöglichkeit ist ungenügend - und bläst Facebook auf.


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