#1

Bundeswehrskandal 2017

in Friedensforschung.de 18.05.2017 00:33
von Markus Rabanus • 475 Beiträge
zuletzt bearbeitet 18.05.2017 01:40 | nach oben springen

#2

RE: Bundeswehrskandal 2017

in Friedensforschung.de 18.05.2017 00:37
von Markus Rabanus • 475 Beiträge

Ruprecht P.: Die militärische Tradition der Bundeswehr ist die Bundeswehr. Wem das nicht reicht, der muss sagen, was man sich von der Wehrmacht abschauen müßte, weil es die Bundeswehr selbst nicht hat.

Markus Rabanus: Je weniger visionär, desto wichtiger ist den Leut' die Tradition.

Thorben M.: Vision ohne Verwurzlung und Tradition endet immer in gefährlicher Hybris.

Markus Rabanus: @Thorsten, die Traditionen bewahrten nicht vor Leichtsinn, sondern sind ja eher Ausdruck davon.
Und wenn aus falschen Traditionen dann noch Visionen werden, dann wird es richtig heikel, wie auch immer wieder passiert.

Für den (militärischen) Weltfrieden braucht es einen Paradigmenwechsel hin zu dem, was in der UNO-Charta steht, aber die scheint ja keena zu kennen.
Dann kann sie auch nicht funktionieren. Denn Kompliziertes kommt ohne korrekte Bedienung nicht klar.

Kurzum: Mit "Vision" meinte ich die Vereinten Nationen, denn schon die schrittweise Umsetzung der Charta wäre Fortschritt, wenngleich es überdies noch Reformen (Demokratisierung) braucht.

Thorben M.: Es gibt diese Szene im großartigen Buch "Jahrhundertzeugen" ... dann erzählt der Autor wie dieser ehemalige Landser an einer Feier zum 70. Jahrestag des D-Day teilnahm: "Da lud man ihn ein, sich in eine Reihe zu stellen mit den französischen, britischen und amerikanischen Ehemaligen. Keller war bewegt, sein Herz schlug ganz schnell. Dann stand auf einmal dieser US- General vor ihm, grüßte ihn und fragte ihn, was ihn denn herführe. Als er Kellers deutschen Akzent hörte, stutze er erst einmal, dann umarmte er ihn." Ich habe das Gefühl unsere ehemaligen Feinde und heutigen Partner sind wesentlich weiter und demütiger in ihrem Verhältnis zur Wehrmacht als es das hysterische Deutschland ist. Beschämend.

Markus Rabanus: Die Helden lagen meinem Vater auf dem OP-Tisch. Da schaut es dann anders aus als auf Veteranentreffen.

Wenn Feinde zu Freunden werden - und dann Gänsehaut kriegen, liegt es mitunter einfach mal daran, dass sie als Feinde nicht genügend übereinander nachgedacht haben. Es ist eine Frage der Intelligenz. Und da lässt sich durch zerschossene Beine nichts beschönigen.

Thorben M.: @Markus Rabanus, Was wollen Sie uns sagen?

Markus Rabanus: Der war gut ;-)

Markus Rabanus: Für mich isses ohnehin alles ein bisschen anders, denn halbe Familie niederländisch, auch polnisch usw.
Gelungene Blitzkriege usw. sind eher mal wat Kriminelles.


zuletzt bearbeitet 18.05.2017 01:14 | nach oben springen

#3

RE: Bundeswehrskandal 2017

in Friedensforschung.de 18.05.2017 01:27
von Markus Rabanus • 475 Beiträge

FAZ: Die pauschale Verurteilung der Bundeswehr wird von F.A.Z.-Redakteur Reinhard Müller kritisiert.

Markus Rabanus: Die "Pauschale Verurteilung der Bundeswehr" wurde x-fach als nicht pauschal gemeint erläutert, aber das reicht wieder mal nicht, wenn man skandalisieren will.
Nicht weniger dämlich der "Kinderschänder"-Vergleich.
Nebenbei: Die FAZ täte gut daran, den Begriff "Kinderschänder" nicht zu dolle in den Gemeingebrauch zu bringen, denn er stigmatisiert die Opfer und hilft somit den Tätern.


zuletzt bearbeitet 18.05.2017 01:28 | nach oben springen

#4

Zur Kritik an von der Leyen

in Friedensforschung.de 18.05.2017 01:40
von Markus Rabanus • 475 Beiträge

Olaf T.: Bla, bla, mir scheint es, dass eine x-fache Mutter und Ärztin durchaus sinnvoller Aufgaben als den Job einer Verteidigungsministerin ausüben könnte.

Markus Rabanus; Möglicherweise hatte unser Olaf eine total bekloppte Mama. Und davon vererbte sich was.
Anders lässt sich sein Geschwätzele nich' erklären.

@Mathias, haben deine Großeltern gefeiert, als die "Blitzkriege" funktionierten?
In meiner Familie ging das nicht so gut, weil zur Hälfte niederländisch, ...
Wenn "das Militär eines Staates" rechtsbrecherisch über andere Staaten herfällt, hältst du dieses Militär für unschuldig?
Wenn GB und Frankreich dann Deutschland wegen des Überfalls auf Polen den Krieg erklärte, dann machst du denen Weltkriegsvorwürfe?
Also würde unser Mathias friedlich-neutral zuschauen, wenn in seiner Nachbarschaft vergewaltigt wird?

Dein Weltbild ist ein bisserl verschroben.


zuletzt bearbeitet 18.05.2017 02:07 | nach oben springen

#5

RE: Zur Kritik an von der Leyen

in Friedensforschung.de 18.05.2017 12:13
von Markus Rabanus • 475 Beiträge

Helmut Schmidts gehässiger Spruch gegen Visionäre war mir beim Schreiben durchaus im Kopf, aber wie gesagt:

- Die UNO-Charta ist großenteils Zukunftsvision, die der Umsetzung harrt, z.B. Bildung eines Generalstabsausschusses, der einerseits die allgemeine Abrüstung auszuarbeiten, vorzuschlagen hat, andererseits das völkerrechtliche Gewaltmonopol der Vereinten Nationen materialisiert.

- Auch der Atomwaffensperrvertrag ist "visionär", denn er statuiert mit seinem Artikel 6 die atomwaffenfreie Welt "in naher Zukunft" als Gegenleistung der unterzeichneten Atomwaffenmächte für den Atomwaffenverzicht der anderen Staaten.

- Die Menschenrechtserklärungen von 1948/UNO. 1976/UNO, 1998/EU sind "visionär", denn in vielen Staaten nicht umgesetzt.

Realismus, dem es über die Ist-Zustände hinaus an Vorstellungskraft für Soll-Zustände fehlt, gelangt über bloße Reflexhaftigkeit nicht hinaus.

Die traditionellen Reflexe sind gefährlich,
- wenn man sich heute erneut in feindseligen Konstellationen befindet,
- im Wettrüsten das Heil sucht
- anstatt wenigstens die militärische Rivalität durch ein schrittweise zu realisierendes UNO-Kriegswaffenmonopol einzudämmen.


zuletzt bearbeitet 18.05.2017 12:13 | nach oben springen


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