#1

Ukraine-Konflikt

in Sonstiges & Verschobenes 22.05.2017 18:12
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

Ruprecht Polenz: "2014 ging es doch überhaupt nicht um eine NATO-Mitgliedschaft, sonder um ein Assoziierungsabkommen mit der EU."

@Ruprecht Polenz, sicherlich ging es 2014 nicht um NATO-Mitgliedschaft, allerdings auch nicht um irgendwie fröhliche Garantien für Moskau.
1989/1990 ging es uns auch nicht um Litauen, Lettland usw. - Also mal nicht so tun, als sei die Osterweiterung keine Osterweiterung.

Viele Leute in der Union und in NATO-Kreisen haben sehr wohl die Ukraine im Businessplan - und zwar eindeutig ohne oder gegen Russland auf der Rechnung.
Das muss auch nicht zwingend falsch sein, aber so die naive Masche, als habe man nicht gewusst, wie wenig sich Moskau freut, hat wat von entweder Zynismus oder Tumbheit, jedenfalls Risiko.

Und wir hatten bislang einiges Glück. dass nur die Ostukraine in Scherben fiel.
Also mal schön "weiter so", wenn es auf Moskaus berechtigte und unberechtigte Interessen nicht ankommen mag.
Allerdings hat sich vernünftige Politik auch mit unberechtigten Interessen vernünftig auseinanderzusetzen.

Deutschland als ausdrückliche "Speerspitze" einer NATO-Blitzkriegsoperation gegen etwaige Russeneinfälle zu definieren, halte ich für überreichlich emanzipiert vom Hintergrund europäischer Konfliktgeschichte.


zuletzt bearbeitet 22.05.2017 18:13 | nach oben springen

#2

RE: Ukraine-Konflikt

in Sonstiges & Verschobenes 22.05.2017 18:22
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

Markus Rabanus: Unser Sebastian L. scheint sich also schon mal so geistig-moralisch auf ein Gemetzel in Polen vorbereiten zu müssen ;-)
Der Pole in mir ist sicherlich froh, dass sich der ein oder andere Deutsche wie unser Sebastian zumindest mal keine Gedanken macht, wie einst deutsche Blitzkrieger.
Sorry. waren ja alle im Widerstand.


zuletzt bearbeitet 22.05.2017 18:22 | nach oben springen

#3

RE: Ukraine-Konflikt

in Sonstiges & Verschobenes 22.05.2017 22:12
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

@Sebastian, namensgleich, weil ich eigentlich "Markus-Sebastian" usw. heiße, mag ich geduzt werden  , also nicht als Beleidigung auffassen.

Es ist zutreffend, dass Polens inzwischen arg antirussische Regierung NATO-Unterstützung verlangt. aber was zutreffend ist, ist nicht immer auch richtig.
Einfaches Beispiel aus gelegentlichen Strafprozessen, wenn der Richter fragt: "Haben Sie das Mädchen erdrosselt?"
Und der Angeklagte sagt geständig: "Das ist richtig."

Nein, keineswegs war das richtig, allenfalls zutreffend.

Soweit die Spitzfindigkeit, wobei der Pferdeflüsterer auch auch eher nicht dem Pferde flüstert, sondern sich vom Pferde flüstern lässt. Jedenfalls war es meine Praxis mit 7 gelehrigen Pferdchen. Das bewährt sich mitunter auch im Politischen.

Also konkret: Wenn ein Partner Wünsche äußert, wie in meinem Unternehmen täglich, dann behalte ich mir sehr wohl die Entscheidung vor, ob ich den Wunsch erfülle oder mit Bedingungen verknüpfe.

In diesem Fall hätte ich im NATO-Rat vermutlich "Nein" gesagt - und die anderen gebeten, die Sache mal ohne mich zu werkeln, weil die Welt nicht daran zerbrechen muss, wenn kein deutscher Soldat mehr die Elbe überquert.
Deutschland muss nicht überall dabei sein. Schon erst recht nicht als "Speerspitze", denn das spielten wir oft


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