#466

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 11.04.2022 23:12
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

sowat ist schwierig, denn die #Meinungsfreiheit als Lügenfreiheit ist keine Meinungsfreiheit,
weil jemand anderes sagt, als er meint, sondern sagt, was er bloß Glauben machen will. - Besonders in Kriegen.

Mit unseren ÖRR bin ich recht zufrieden, obgleich ich heute über Plasberg mal wieder lachen/motzen musste, wenn er so tat, als sei es bloß eine Frage des Willens, Kiew eine Horde Panzer über die Grenze zu schieben.

Zur #Informationspolitik_im_Krieg - so sei es dir versprochen - werde ich noch speziell thematisieren, aber die Welt wird nicht dran scheitern, wenn ich es jetzt mal bloß in meine lange Taskliste schreibe und Geschehnissen oder Eingebungen 😎 Vorfahrt lasse.


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#467

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 12.04.2022 19:38
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

mir war unsere Politik anders falsch - und keine Politik Deutschlands allein hätte Kiew eine Garantie gegen Putins Aggression sein können,
aber wenn Kiew glaubt, dass Deutschland schuldig sei, dann sollten wir ruhig mal einstecken können, denn schlechter Zeitpunkt für Widerspruch


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#468

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 12.04.2022 19:40
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Unfug, denn ohne Pipelines zur EU hätte Putin die Ukraine ganz anders erpressen können.

Grund zur Feindschaft gegenüber Putin ist allemal, aber Feindschaft darf nicht zu sehr verblöden.


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#469

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 12.04.2022 19:43
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Dann steht es nicht gut um Kiews Verteidigung, dass Kiew so krude mit Solidarischen umgeht.


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#470

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 12.04.2022 22:59
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Autsch, Ihr seid beide kruden Leuten aufgesessen, die es mit Übertreibungen nicht knapp halten.

@Brigitte, im Moment zerballert Putin all das, was du dir an "Wirtschaftsraum EU mit Russland" vorstellst.

@Achim, es schadet dem Wehrwillen zwar nicht, wenn du glaubst, Putin wolle sich wie Hitler durch Paris kutschieren lassen, aber es ist Käse.


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#471

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 13.04.2022 00:04
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ich wies schon mal drauf hin, dass #Fehleraufarbeitung sich von bloßer #Fehlerdebatte durch das Wörtchen "Arbeit" unterscheidet.
Folglich >> Was du gestern falsch machtest, musst du heute wettmachen.
Und die Schuldfrage?
Redet nicht so krude, als sei Chamberlain in Nürnberg zu verurteilen gewesen.
Obgleich er definitiv schlimmer als alle Regierungen der NATO-Staaten war, denn niemand sagte dem Putin die Krim-Annexion zu, sondern Putin nahm es sich.


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#472

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 13.04.2022 09:17
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Kiews diplomatische Affront, ob berechtigt oder nicht, muss auszuhalten sein,
zumal ein angegriffenes Land berechtigt ist, mehr Beistand und sogar direktes NATO-Eingreifen zu fordern,
den jedoch die NATO spärlich zu gestalten oder sich gar gänzlich rauszuhalten, ebenfalls berechtigt ist.

Das Menschheitsinteresse und das Interesse der Beistand leistenden Staaten daran, dass auch dieser Krieg nicht zum Weltkrieg wird, solche Interessen vermute ich mal
- und genau das haben die Regierungen abzuwägen, nüchtern zu entscheiden,

aber solche Entscheidungen bitte nur mit Resolution durch weitere UNO-Sonderversammlung.

So ist es #völkerrechtlich, wenngleich für Mariupol das Völkerrecht im Feuer der Kanonen ganz sicher keine Rolle spielt. - Das ist mehr als verständlich.


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#473

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 14.04.2022 16:54
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

So richtig vieles, so falsch ist es, dem Verteidigungsrecht "jedes Recht" zuzubilligen, denn auch wenn es jetzt nicht das Problem ist, so hat sich das Verteidigungsrecht vor allem durch das Verhältnismäßigkeitsgebot zu zügeln.

Deshalb muss leider auch klipp und klar widersprochen werden, sobald von dort mit "3. Weltkrieg" geredet wird, denn niemand darf sich auf eine Weise verteidigen, die ganze Menschheit zu riskieren, wenngleich die Hauptschuld immer beim Aggressor liegt, also bei Putin.


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#474

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 15.04.2022 01:14
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

tja, der Krieg ist böse Sache, aber bisschen Wahlkampf lässt sich ooch damit noch machen 😉

Drehen wir mal an der Uhr & hätten nie Pipelines aus Russland gehabt, dann hätte Moskau die Pipelines nach Peking verlegt und der Ukraine bei Ungehorsam das Gas abgedreht.

Genial geht zwar anders, aber macht mal auf Krude & alles wird gut.


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#475

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 15.04.2022 05:45
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

ich wuja Herrn Polenz nichts Böses, denn ich gehe in dubio wirklich davon aus, dass er zu denen vielen, vielen gehört, die nun über jedes Maß hinaus aufgewühlt sind - und über die Jesus ans Kreuz gehämmert sagte:

"Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"

#Karfreitag ist heute.


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#476

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 18.04.2022 15:58
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Was genau ist "Schlafwandeln" heute?

1. Zu zögerlich und zu wenig Waffen zu liefern? = Bequemste Antwort.
2. Deutschland auf ein Erdgas-Embargo vorzubereiten? = schon unbequemer.
3. Russland androhen, dass Deutschland auch Soldaten schickt & es dann auch tut?

Was genau ist "Schlafwandeln" heute?

Der Vergleich mit 1914 ist falsch, denn damals war alles andere als "Schlafwandeln", stattdessen eine Vielzahl von Fehlentscheidungen,
1. in einem terroristischen Attentat einen Kriegsgrund zu sehen,
2. den Habsburgern bedingungslose Solidarität zu leisten,
3. keine ernsthaften Bestrebungen auf diplomatischem Parkett, sondern den Krieg als Problemlöser anzusehen.

Heute anders >> Am 24.02.2022 marschierte Russland in die Ukraine ein, ohne dass die Ukraine mitentscheiden durfte, ob sie den Krieg will.

Wer aus der Geschichte durch Vergleiche lernen will, muss schon richtig vergleichen, also das Gleiche und Ungleiche unterscheiden.


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#477

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 18.04.2022 16:18
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Blasius, dir ist schon noch klar, dass Putin mit NS2 reichlich Geld in der Ostsee versenkte, die aus seiner Perspektive besser nach Peking verbaut wären?

Stimme mir doch einfach mal zu.

Dass es durch verstärkte Waffenlieferungen an Kiew besser um die Verteidigung stünde, hat Plausibles, aber ohne Friedensgarantie.

Noch stärker wäre die Ukraine-Verteidigung geworden, wenn die Bundeswehr nach der Krim-Annexion in den Donbas verlegt worden wär'.

Du siehst: Mehr geht immer. Aber nichts mit Garantie für den Frieden.


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#478

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 18.04.2022 16:59
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Blasius, nicht missverstehen, ich hätte die Bundeswehr gerne im Donbas gesehen, aber #völkerrechtlich wäre eine Stationierung von keinem UNO-Mandat abhängig gewesen, wenn auf Bitten Kiews hin.

Auch seitens der NATO wüsste ich kein statuarisches Hindernis, zumal immerhin einige NATO-Mitglieder mit der Ukraine gemeinsame Militärinitiativen unterhalten. Das ist hier wenig bekannt, aber das gibt es ganz offiziell.

Die "Logik der Abschreckung" wäre nur dann richtig realisiert, wenn sie auf dem Gewaltmonopol der Vereinten Nationen basiert,
während die "gegenseitige Abschreckung" immer nur Notdurft sein kann, Wettrüsten und Misstrauen provoziert, das Völkerrecht der selbstjustiziellen Wahrnehmung belässt = prima für die Starken und Rücksichtslosen.


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#479

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 18.04.2022 17:00
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Blasius, hier noch der Link zur offiziellen Webseite Polens. - Äußerst zweifelhafte Sache, denn Mehrfach-Allianzen einzelner NATO-Mitgliedsstaaten erhöhen das Eintrittsrisiko des "Bündnisfalls".

https://litpolukrbrig.wp.mil.pl/pl/


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#480

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 19.04.2022 03:03
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Bei aller Kritikwürdigkeit, falls es Friedensdemonstrationen tatsächlich am Benennen des Aggressors haben fehlen lassen, ist es für den Ukrainekrieg vollends unmaßgeblich, wer da für wen & was demonstriert.

Und falls schon vergessen >> Die Schröder & Fischer stimmten mit den Unionsparteien für den "Bündnisfall" - und nach 20 Jahren Afghanistankrieg kapitulierten wir mit der NATO gegen das Terrorregime der Taliban.

Also redet nicht daher, als sei es absurd, falls jemand fürchtet, die Lage in der Ukraine sei militärisch aussichtslos.

Und wenn schon so oft mit historischen Vergleichen für das Kämpfen geworben wird, dann lasst mal einen Vergleich nicht fehlen, wie verteufelt es hierzulande war, am "Endsieg" zu zweifeln.


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