#541

RE: Ukraine-Konflikt

in Friedensforschung.de 04.05.2022 19:37
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

"Weit weg von der Realität" wäre mein Wunsch nur, wenn das Völkerrecht solchen Prozess nicht zuließe, aber das tut es.
Deshalb zählt das Völkerrecht zur "Realität" und gehört eingefordert.


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#542

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 04.05.2022 19:45
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Es war nie falsch, für eine Freundschaft mit Russland zu arbeiten, es sei denn, man möge Nachbarstreitigkeiten und verspreche sich vom Kalten Kriege Frieden.

Wer solchen Leuten für Putins Verbrechen Vorwürfe macht, macht es falsch, denn nichts von allem, was Stoiber und Söder machten, die ich nie wählte, trug dazu bei, was Putin den Überfall ermöglichte.

Im Gegenteil war zu hoffen und aus aller Ratio plausibel, dass Putin der friedlicher Handel mit der EU und den USA kostbarer sei als das gefährliche Verbrechen eines Krieges, mit dem er alles aufs Spiel setzt.

Dass jemand so verrückt sein kann, hatte ich immer auf dem Schirm - und man befand mich für "naiv", wenn ich forderte, dafür zu arbeiten, das Regime der GEGENSEITIGEN #Abschreckung durch Stärkung und Reform der Vereinten Nationen schrittweise zu ergänzen und schlussendlich zu ersetzen.

Naiv ist, wer Russlands Reichtum und Kräfte unterschätzt, wer Russlands stille und vorlaute Allianzen unterschätzt, die sich aus anderweitigen Weltrivalitäten und den Interessen Chinas, Indiens ergeben.

Es gibt kein "Einhegen" einer derart großen Atommacht, solange sie derart große Atommacht ist.

Der militärische Machtmissbrauch von Regenten und Staaten lässt sich nur "einhegen", wenn wir uns auf den Weg der Vereinten Nationen besinnen.

Alles andere ist Notdurft - und auf Dauer kein tragfähiges Konzept.

Wir müssen diesen Krieg führen, zumal der Ukraine aufgezwungen - und wir müssen diesen irgendwie erträglich beenden, ABER wer das Denken der Kalten Krieger in die Weltpolitik zurück fordert, ist auf dem Holzweg.

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gestern bei Polenz gepostet


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#543

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 04.05.2022 22:23
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ohne Gewaltmonopol von "Friedensarchitektur" zu labern, ist äußerster Stuss.
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den Begriff "Friedensarchitektur" sah ich grad in der letzten Zeile, denn wenn schon die Überschrift derart verleumderisch ist, muss ich mir den Rest nur durchlesen,
a) wenn von welchen, die mich vertreten, denn dann hafte ich für das Geschwalle,
b) wenn mir Person von Relevanz, denn ansonsten nur aus Kulanz bei Leuten, die mich nicht lesen,
c) wenn man gemeinsam vor Gericht stünde, denn Verleumdungen kann man sich zwar gefallen, aber muss es nicht.


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#544

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 04.05.2022 23:53
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ukrainekrieg und Diplomatie 2022-05-04
Jedes #fckptn & #standwithukraine ist richtig, aber wir dürfen nicht wie aus einem Wolkenkuckucksheim reden und haben es Selenskij zu belassen, wie er es mit dem "Gesprächsfaden" hält.Das vorab muss uns glasklar sein,
wenngleich auch ich so gut wie nichts auf die Gespräche zwischen Kiew und Moskau gebe, denn ohne die NATO auf dem Schlachtfeld ist es wie Gespräch zwischen Maus und Katz'.
Nur sind wir nicht sonderlich scharf drauf, mit der NATO in die Ukraine einzurücken, denn es könnte zum #Feiglingsspiel ausarten.
Das Feiglingsspiel muss man kennen im Atomzeitalter. - Und es lässt sich nur gewinnen, wenn Putin eine Niederlage schlucken würde, genügend am Leben hängt und der Welt das Überleben gönnt.

Eine derart hohe Meinung habe ich allerdings von Putin nicht - und bislang scheint die NATO es entweder ähnlich zu sehen oder glaubt, die Sanktionen und Waffenlieferungen würden genügen. Aber genügen zu was?
Noch einmal zur Diplomatie:
Ich hielte ich es für besser, wenn die Diplomatie der NATO und EU jetzt anders aufgestellt würde:
>> Nur noch mit einer Stimme zu sprechen.
>> Wenn bspw. Berlin dem Putin was Beeindruckendes mitzuteilen oder anzudrohen weiß, dann soll es per NATO-Sprecher verlautbart werden.
Ich empfahl schon rasch nach Kriegsbeginn, die deutsche Botschaft in Moskau und die symbolträchtige russische Botschaft in Berlin in die Pause zu schicken.
>> Telefonate mit Putin lohnen allenfalls noch seitens der Atommächte, während es freilich gut wäre, wenn starke Staaten wie Japan, Brasilien, Indonesien usw. sich stärker einmischen würden - und Putin ihrerseits Sanktionen und Beistandshandlungen androhen.
Die so oft suggestiv gestellte Frage, ob Putin zu trauen sei, lässt sich sehr einfach so beantworten, dass ohnehin bescheuert ist, wer in wichtigen Belangen etwas glaubt, was sich nicht absichern lässt.

Im Geschäftsverkehr macht man sowat mit Vorkasse oder Kautionskonto. Anderkonto - und die Mafia tauscht Söhne aus ??

In der Politik geht das auch, z.B. Sachalin als Pfand.
Darauf wird sich Putin zwar nicht einlassen, aber er darf ja auch eigene Ideen äußern.

Dass Putin ein **sch ist, wird durch ständiges Wiederholen zwar nicht unrichtiger, aber auch nicht sinniger.
Wir müssen also wirklich mehr Phantasie aufbringen, wie diesem Verbrecher beizukommen ist:

>> Mehr Druck auf China und Indien, Konsequenzen aus der UNO-Resolution und der IGH-Eil-Entscheidung zu ziehen, denn sie sind nun'mal überstimmt und sollten es sich gelten lassen.

Wenn China und Indien nicht einlenken, dann muss es politische und wirtschaftliche Konsequenzen haben, auch wenn es unsere Wirtschaft belastet und anstrengender wird.

Aber da müssen wir dann halt durch.

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Mein Post längst zu lang, aber eine Sache noch:
Tatsächlich wurde nach dem 2. Weltkrieg mit den Vereinten Nationen der Menschheit eine #Friedensordnung versprochen & mit der 1. WSR-Resolution der UNO-Generalstabsausschuss (Artikel 26 VN-Charta, kennt kaum jemand) beschlossen, der diese Friedensordnung herstellen sollte, es aber bis heute nicht tat.

Wir haben Völkerrecht, die eine Friedensordnung verspricht, aber noch nicht realisiert hat.
Das ist ganz wichtig zu verstehen, denn aus solchem Defizit ist auch dieser Krieg.
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So, das war viel Text. Und bitte nicht als Opposition zum Titelpost verstehen, sondern als völkerrechtliche Begleitung.

Friedensforschung .de


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#545

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 05.05.2022 00:44
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ohne Gewaltmonopol von "Friedensarchitektur" zu labern, ist äußerster Stuss.

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den Begriff "Friedensarchitektur" sah ich grad in der letzten Zeile, denn wenn schon die Überschrift derart verleumderisch ist, muss ich mir den Rest nur durchlesen,
a) wenn von welchen, die mich vertreten, denn dann hafte ich für das Geschwalle,
b) wenn mir Person von Relevanz, denn ansonsten nur aus Kulanz bei Leuten, die mich nicht lesen,
c) wenn man gemeinsam vor Gericht stünde, denn Verleumdungen kann man sich zwar gefallen, aber muss es nicht.


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#546

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 05.05.2022 03:44
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

So wichtig die Ukraine-Verteidigung, so absurd das Getöse, als könnten Hofreiter, Baerbock und Polenz mit den Leos, Gepards und Mardern aus Rusputin einen Panda machen.
Die Selbstüberschätzung hat mal wieder Hochkonjunktur, aber taugt allenfalls dazu, sich selbst zu glamouren.


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#547

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 05.05.2022 04:07
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Hajo .., das ist abba nicht nett von dir - nach 20 Jahren "verlässlichem" Afghanistankrieg - oder war es auch auf dem Hindukusch unsere Schuld, dass es nicht funktionierte?

Hast du keine Afghanistan-Soldaten im Bekanntenkreis? - Niemand kam begeistert zurück.

Wir sind nicht die Superhelden.

Und falls dann auch noch unsere #Sanktionen nicht fruchten sollten, dann liegt es nicht an der Ostsee-Pipeline,, sondern an China und Indien - oder doch auch uns, denn zu beiden Ländern fällt der zuständigen Baerbock und auch hier niemandem wat ein, dass diese wichtigen Staaten aus UNO-Resolution und IGH-Entscheidung Konsequenzen ziehen und Putin auf die Füße treten.

Dann wäre weniger #Feiglingsspiel und es brächte mehr als 1.000 Marder., zumal die ohnehin nur in Kombi mit Luftwaffe funktionieren, aber militärische Details scheinen dem Wehrwillen ja eher lästig.

Fragen wir das Pentagon, was wir der Ukraine abgeben sollen, meinethallben alles abgeben - wäre ich voll einverstanden, wenn die NATO für richtig hält und nicht nur unsere NATO-Neumitglieder.

Nimm das bitte ernst.

Aber uns einzureden zu wollen, wir seien schuldig, dass Putin Mariupol in Schutt und Asche legt, ist purer Schwachsinn, denn endlich mal haben wir keine Schuld, sondern helfen gewichtig.

ODER glaubt hier jemand, Kiew erginge es ohne Deutschland besser?


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zuletzt bearbeitet 05.05.2022 04:12 | nach oben springen

#548

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 06.05.2022 12:28
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

1. Dass die Sanktionen den Westen teuer kommen, ist logisch, denn sonst hätte es vorher keinen Handel mit Russland gegeben.

Soweit klar?

2. Dass die Sanktionen Russland Freude bereiten, mögen allerdings auch nur die Dümmsten glauben,
denn wenn Westeuropa als Kund ausscheidet, verkauft sich Russland an China zum halben Preis.

Soweit klar?

3. Mir persönlich wäre es lieber, der Krieg und Konflikt ließe sich über Sanktionen entscheiden, denn das Schlachtfeld macht nur den krudesten Idioten Amüsement.

Soweit klar?

4. Das Richtigste wäre, solche Konflikte vor dem IGH auszutragen, aber das sehen krude Regenten und deren Anbeter in Massendummheit "natürlich" anders.

Soweit klar?


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#549

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 07.05.2022 00:47
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Sie haben zwar recht, aber es bringt die Leut' womöglich noch auf die Idee,
"Deutschland auf dem Ural verteidigen" zu müssen


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#550

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 07.05.2022 02:00
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Aber andersrum viel schlimmer - und niemand soll sagen, es stimme nicht, denn solche Probleme haben meine Verwandten in Polen mit der sehr wohl nationalistischen PIS.

Wahrheit muss sein. auch in Feindschaft, die uns Russland zur Zeit beschert.

Wir können und müssen mit der PIS, aber ich muss sie nicht mögen, denn das kann nicht.


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#551

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 07.05.2022 02:41
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Wäre Scham aus Anstand für die zwei deutschen Weltkriege, dann hätte "Nie wieder" sehr wohl bedeuten dürfen, dass Deutschland "nie wieder" zu den Waffen greift.

Dass es anders kam, hatte viele Gründe, eher schlechte - und zu feiern gibt es da nichts, denn "Militär ist bestenfalls notwendiges Übel", niemals mehr als das.

Ich wuchs auf in einem geteilten Land, das über Jahrzehnte dann auch noch gegeneinander aufrüstete - bei gleichzeitigem Geschwätz von "unseren Brüder und Schwestern drüben".

Ich bin froh, dass meine Eltern diesen Krieg und das Gerede nicht mehr erleben mussten.


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#552

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 07.05.2022 13:02
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

der Krieg gegen Putin wird nicht leichter, wenn wir uns den Krieg auf die Straßen holen, wie es die Berliner Polizei auch nicht möchte


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#553

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 08.05.2022 14:50
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

NICHTS rechtfertigt #Geschichtsfälschung, denn der Krieg des von Millionen Eurer Eltern gewählten Hitler galt nicht der Ukraine, sondern der Sowjetunion.
Obendrein mit der Kollaboration vieler Ukrainer mit den deutschen Judenschlächtern.
Ich bin solidarisch mit der Ukraine gegen die russische Aggression, aber Geschichtsfälschung mache ich nicht mit.


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#554

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 08.05.2022 18:20
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ruprecht Polenz, unbestritten 😢, aber wenn wir als Deutsche mit dem 8. Mai "starke Zeichen" setzen wollen, dann ohne Opferselektion und besser in Erinnerung daran, dass Ukrainer und Russen überfallen waren


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#555

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 08.05.2022 18:20
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Christel S., auch das ist unbestritten - und ich mein ganzes Leben gegen Aggressoren, so auch jetzt gegen Putin.

Aber ich gedenke als Deutscher mit vielen Verwandten in von Deutschen überfallenen Ländern am 8. Mai den Opfern der deutschen Tyrannei ungeteilt, unterscheide an diesem Tag nicht zwischen Ukrainern und Russen.

Das sollte leicht zu verstehen sein - und Übereinstimmung überhaupt nicht verlangt, aber unseriös. mir zum Ukraine-Beistand Offene Türen einzurennen, wie es die Erwiderungen tun.


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