#661

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 16.06.2022 20:47
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

ich übersehe zwar vieles - und halte es sogar für Menschenrecht, oft nett für andere obendrein, aber dass Putins Krieg ein Verbrechen ist, konnte ich nicht übersehen


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#662

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 20.06.2022 15:21
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Betreffs AKWs nehme ich den Ukrainekrieg als Gefahr für das westliche Europa ernster, zumal unwahrscheinlich ist und auch falsch wäre, Putin auch noch Odessa in die Hände fallen zu lassen. - Und dann wären AKWs potenziell "passive Atomwaffen".


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#663

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 23.06.2022 01:21
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Es war ein faschistischer Krieg gegen alle Völker der Sowjetunion - wirkliche Versklavung geplant - einer selbsternannten "Herrenrasse" gegen "Untermenschen" - und das ist ein gewaltiger Unterschied zum Völkerrechtsbrecher Putin.

Wir sollten auf KEINEN Fall mit solchem Gedenken die Ukraine gegen Russland ausspielen.

Die Ukraine gehört verteidigt, aber wir brauchen dafür rationale Konzepte und keine schrägen Maschen.


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#664

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 23.06.2022 10:46
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Andrea, wer vergleicht, ohne gleichsetzen zu wollen, findet Gleiches und findet Unterschiede:

>> Putin und seinen vielen Mio. AnhängerInnen ist es vorzuwerfen, aus Ukrainern Russen machen zu wollen, weil sie Ukrainer für ein russisches Volk halten (wollen).

>> Hitler und seinen vielen Mio. AnhängerInnen wollten
1. die slawischen Völker nicht assimilieren, sondern versklaven und dezimieren.
2. die Länder dieser Völker als "Lebensraum" für die selbsternannte "Herrenrasse" erobern,
3. die jüdische Bevölkerung nicht assimilieren, nicht einmal versklaven, sondern gänzlich ausrotten.

Das sind Unterschiede wie Tag und Nacht.

Und was an Gemeinsamkeiten zu erkennen ist, bleibt zwischen Tag und Nacht, ist sicherlich faschistisch, ist brutaler Völkerrechtsbruch, aber redet die Unterschiede nicht klein.


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zuletzt bearbeitet 23.06.2022 10:52 | nach oben springen

#665

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 23.06.2022 11:12
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

1. das Ausspielen der Opfergruppen nach Opferzahl mache ich nicht mit.
2. Dass Deutschland "zweimal versagte", ist eine Untertreibung, die ich ebenfalls nicht mitmache.
3. Für den Ukraine-Beistand hat Putins Völkerrechtsbruch zu genügen - und "uneingeschränkte Solidarität" ist zwar von vielen bestens gemeint, aber mir ist jede Solidarität von Bedingungen abhängig.


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#666

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 23.06.2022 11:24
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

die Brut der Braunen erträgt es einfach nicht, dass es Antifaschisten gab, aber von "Nazi-Deutschland" zu sprechen, ist dennoch richtig, denn das war leider relevanter als jegliches Dagegen-Sein und der marginale Widerstand.


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zuletzt bearbeitet 23.06.2022 11:27 | nach oben springen

#667

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 23.06.2022 12:11
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

dem Post von Zer ist nicht zu entnehmen, dass er Hitlers Vernichtungskrieg oder Putins Eroberungskrieg rechtfertige, sondern Hinweis auf bitterste Erfahrungen, die Juden und Roma auch mit Ukrainern machten.
Wer zum Ukraine-Beistand mehr braucht als Putins Überfall, begibt sich auf Abwege.


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#668

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 24.06.2022 12:56
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Nichts an diesem Aufruf (2015) ist falsch - und wer glaubt oder nur so tut, als sei diesem Aufruf gefolgt worden, schwindelt sich wat in die Tasche, als seien die NATO-Osterweiterungen nicht gegen Moskau gerichtet.

Ich sage ganz klar >> "Moskau hatte es hinzunehmen", aber freundliche Akte waren es nicht.

Weniger Relevanz haben meine gewiss etwas abseitig völkerrechtlichen Auffassungen, denn für richtiger hielte ich es, dass militärische Allianzen, Beitritte, Waffenlieferungen von der UNO mandatiert sein sollten.

Aber die Leute hier und in den Parlamenten halten ja nichts vom #Generalstabsausschuss und kaum jemand kennt diesen Artikel 26 der UNO-Charta.

Die Selbstgerechten aller Länder wollen einfach so weitermachen - und bilden sich ein, sie hätten im Weiter-So die Lehren aus der Geschichte gezogen.

Der Aufruf bleibt richtig, denn mir gehört Moskau zu "Europa" - wie London.

1. Putin machte aus Streit Krieg.
2. Und den darf er nicht gewinnen.
3. Darum teurer und gefährlicher militärischer Beistand.
4. Und teurer Wirtschaftskrieg.
5. Das alles zum gegenseitigen Nachteil.
6. Das alles ist schlecht für die Welt.

Aber macht mir keine Russland-Feindlichkeit draus.


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zuletzt bearbeitet 24.06.2022 12:58 | nach oben springen

#669

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 25.06.2022 15:01
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Ruprecht Polenz, Ihre Kommentierung unterstellt dem Appell eine Verharmlosung Putins, die es nicht war, sondern eine Perspektive integrativer Russlandpolitik forderte.

Wenn ich kommentiere, dass ein Appell "nichts Falsches" sage, dann heißt es längst nicht, dass er "richtig" oder "gut" sei, denn anders als in der Mathematik ist Politik aus Berücksichtigung von PsychoLogik "richtiger" oder "falscher".

Und was Putin mit seinem Krieg auf brutalste Weise in Szene setzt, bedient sich ideologischer Muster, wie sie auf unserer Seiter ebenfalls zu beklagen sind, nur umgekehrt.

>> Die Widersprüche zwischen kulturalistischen Selbstverständnissen für Nationalistisches und nun jahrzehntelang auch für NATO-Hegemoniales zu nutzen.

Kiew >>war<< "die Wiege Russlands" - und das >>ist<< Kiew in vielen Köpfen von Russen geblieben.

Das blenden Sie aus, obgleich Sie als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde genau wissen, wie nahe sich Ukrainer und Russen national, religiös und ethnisch sind. - Anders als die Balten.

Die Entfremdung vieler Ukrainer gegenüber Moskau ist erheblich daraus, sich vom Krieg Nazi-Deutschlands erhofft zu haben, das Joch Stalins Tyrannei loszuwerden.

Überhaupt ist der Drang zu mehr Selbstbestimmung nahezu ein Naturgesetz all jener, die nicht das Machtzentrum innehaben - verstärkt in dem Maße, wie sich das Machtzentrum mies aufführt.

Das Machtzentrum Russlands war über die Jahrhunderte auf Wanderschaft, kam aber nicht wieder nach Kiew zurück. - Das entfremdete unter den Zaren und dann zu Sowjetzeiten.

Es gibt Möglichkeiten, die Geschichte anders und wahrheitsgemäß zu interpretieren und damit die Verständnisse positiv zu fördern.

Es war ja nicht Gorbatschow, der nach heutigen Putin-Lügen aus Nachgiebigkeit gegenüber dem Westen die Ukraine von Russland abspaltet habe.

Stattdessen beerbte Putin den Egomanen Jelzin, der in einer Nacht- und Nebelaktion die Sowjetunion auflöste, um Gorbatschow den Kreml zu nehmen.

Seither ist die Ukraine kein "Russland" mehr und das Gezerre dominierte, anstatt die Ukraine als Bindeglied zwischen Moskau und dem Westen zu fördern.

Bessere Politik wäre nicht leicht geworden - und überhaupt ohne jede Garantie, aber die Widersprüche zu fördern, war geopolitisch offenbar zu große Versuchung - und daraus ist Garantie für die Verschlechterung von Beziehungen und für Putins kruden Rückhalt im russischen Volk.


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#670

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 26.06.2022 16:17
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Zu solchen Befindlichkeitsdebatten fiele auch mir vieles ein,
aber:
1. Derweil wird Kiew wieder mit Raketen beschossen,
2. Putins Armeen erobern mehr und mehr ukrainisches Staatsgebiet,
3. Putin will Belarus aufrüsten, Iskander-Raketen, Luftwaffe, was für die baltischen Staaten & NATO kein günstiges Szenario würde,
4. Putin scheint die Sanktionen zu verkraften,
5. Erdogan pokert weiterhin zu skandinavischen NATO-Beitrittsgesuchen und provoziert im Mittelmeer,

G7 hat jede Menge zu besprechen. Wahrscheinlich nicht über innerdeutsche Befindlichkeiten.

Was mich erstaunt, z.B.:

Odessas Hafen ist weiträumig durch ukrainische Seeminen gesichert, was militärisch plausibel ist, aber wirtschaftlich bitterste Pille für die Ukraine einerseits und andererseits die Ernährungsprogramme Afrikas betreffend.

Auch ich würde Putins Zusicherungen nicht trauen, Getreideexporte passieren zu lassen, aber verblüffende Stille, auf welche Weise solche Zusicherung abzusichern wäre, wie es bspw. durch entweder NATO-Marine oder eine von der UNO kommandierte Marine geschehen könnte.

Dass solche Sicherung nicht gefordert wird, weil sich Putin hochwahrscheinlich nicht drauf einlasse, ist schwerer Fehler, denn wenn wir keine Lösungen vorschlagen, sind wir in den Augen der Hungerbedrohten die Bösen.

Dass stattdessen an Alternativrouten gebastelt wird, kommt mir einer Kapitulation zu gleich.


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#671

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 29.06.2022 12:51
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

wenn du "für den Frieden" wärst, dann würdest du Putin auffordern, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen, denn was die machen, ist Krieg.


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#672

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 30.06.2022 13:43
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Dass Moskau einen "brutalen Angriffskrieg Russlands" eingesteht, wäre ein erster Schritt in Richtung Wahrheit, aber das scheint Ihnen ja nicht wichtig, sonst hätten Sie ja nicht sowat gepostet.


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#673

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 30.06.2022 14:00
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

Michael R, wenn wir im Jahre 1940 wären oder besser noch 1938 (Verrat von München), dann könnten mit NATO-Truppen sorgloser Putins Truppen angreifen.

Putin und Hitler zu vergleichen, macht Sinn, aber vor allem im Vergleich mit heutigen Waffen.

Und jetzt macht Putin mit solchen Waffen, was Leute wie Polenz mir nie glauben wollten >> Putin erpresst sich unsere Zurückhaltung zugunsten seines Völkerrechtsbruchs.


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zuletzt bearbeitet 30.06.2022 14:00 | nach oben springen

#674

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 01.07.2022 00:31
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

klar, Putin hat mit Jinping allemal kräftigen Rückhalt, aber ob es für Russland auf Dauer gut ist, sich derart mit dem Westen zu überwerfen, lasse ich andere spekulieren & macht längst nicht alle Russen glücklich


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#675

RE: Ukraine-Krieg

in Friedensforschung.de 01.07.2022 00:31
von Markus Rabanus • 8.972 Beiträge

seien Sie mal weniger fiebrig, dann kapieren sie vielleicht, dass die Opposition zwar keine völkerrechtlichen Verträge schließen kann, aber ausloten.


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