#196

RE: UNO-Pazifismus Diskussion

in Friedensforschung.de 29.06.2022 13:18
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Sich mit verschiedenen Systemen abzufinden, macht Sinn, aber "bipolar" und "multipolar" hat die Welt gleichberechtigter Staaten nicht zu sein - und 2. hat die Rivalität keine Militärische zu sein, denn internationale Streitigkeiten gehören entweder demokratisch, diplomatisch oder vom IGH entschieden.

Wer andere Wege geht, ist Feind des Friedens, Feind der Menschheit und Feind des Planeten.


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#197

RE: UNO-Pazifismus Diskussion

in Friedensforschung.de 29.06.2022 15:06
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Thomas C., jedem, dem ich Geld gebe, kann zum Verbrecher werden - und zu glauben, Russland sei ohne Merkel kriegsunfähig, ist absurder Sündenbock-Krams, aber ich kann es nicht ändern, wenn es sooo sehr gebraucht wird.

Schröder ist korrupt, wie es so viele sind, auch die "kleinen Leute", wenn ihnen das große Geld vor der Nase wedelt, aber es liegt nicht an ihm, dass Russland die Ukraine überfallen konnte.

Ich drehe den Sündenbock mal um, denn jeder ist Sündenbock, der an nationalen Streitkräften festhalten will anstatt für ein effektives UNO-Gewaltmonopol zu streiten, denn ohne Gewaltmonopol ist immer das "Recht" des Stärkeren. - Und das ist längst nicht immer Gutmütigere.

Nur ein effektives Gewaltmonopol kann dafür sorgen, dass Streitigkeiten vor Gerichten statt auf dem Schlachtfeld entschieden werden.

"Alle sind für den Frieden", aber kaum jemand dagegen, dass Staaten Kriege führen können.

Das Scheitern der Menschheit ist nicht aus Blödheit solcher Verbrecher wie Putin, sondern aus Blödheit der Menschheit, den Vereinten Nationen kein Streitkräfte-Monopol zu entwickeln.


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zuletzt bearbeitet 29.06.2022 15:06 | nach oben springen

#198

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 28.12.2022 23:21
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Gerald F., wahrscheinlich renne ich dir offene Türen, aber wer Fortschrittliches mit Kulturpessimismus und Fatalismus auf den Prüfstand stellt, riskiert halt den Widerspruch 😉

Schon immer hieß, dieses & jenes sei "gegen die Natur" oder scheitere an den Mächtigen, als seien sie Götter und nicht auf den Zuspruch von Massen angewiesen.

Wer andere Länder erobert und Menschen versklavt, ist der heutigen Welt längst nicht mehr der Held, der er ihr über Jahrtausende war. - Das ist einer von vielen kulturellen Fortschritten. Ein großer.

Die Kultur des Menschen ist des Menschen Natur in Evolution - und davon erlebten schon allein wir in unserem kurzen Leben viel.
Kulturpessimismus und Fatalismus sind Dekadenz, kaum anders allerdings auch, aller Fortschritt komme von selbst. So braucht es tatsächlich Aktivität.

Und was den Falklandkrieg anbelangt, war er doch gutes Argument für die Weltrechtsstaatlichkeit, dass sich vor Gerichten zu streiten gehört & kein Schiffeversenken.


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#199

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 07.01.2023 13:13
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Detlef, dann nennen wir den wichtigsten Grund >> Es scheitert solange, wie es am hinreichenden Druck aus den Völkern fehlt, denn Macht ist opportunistisch & auch undemokratische Macht fügt sich nur aus Erforderlichkeit für den Machterhalt.


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#200

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 13.01.2023 15:09
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Detlef B., die Starken werden diesbezüglich eher Bremse statt Lokomotive sein, aber würden zurückbleiben oder nachgeben, wenn die vielen Schwächeren einiger wären.
Das ist geradezu naturgesetzlich, weshalb sich mir die Schwachen nicht immerzu mit den Starken rausreden können.


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#201

Studium des Völkerrechts

in Friedensforschung.de 14.01.2023 15:29
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

KORREKTUR >> Baerbock hat einen Master der London School of Economics in „Public International Law“ (LLM).

Vorher schrieb ich:

Brigitte B., nein, auch Baerbock hat kein "Völkerrecht studiert", sondern sich ihre Biografie aufhübschen lassen, wie es so viele tun, indem sie aus sonstigen Lebensepisoden anderes machen. Das nahm ich ihr damals still übel und wählte sie.

#Völkerrecht ist nur in Details kompliziert, vieles superleicht, weil "kleinster gemeinsamer Nenner", auf den sich immer erst viele Staaten einigen mussten, um überhaupt "Völkerrecht" zu werden.

Aber aus vielen Gründen interessieren sich für das Völkerrecht viele Menschen und Politiker zu wenig:

Drei Gründe hauptsächlich:

1. Wir glauben uns gerne im Recht & auf Seiten der Guten gegen die Bösen - und achten zu wenig darauf, worauf sich mit den Bösen völkerrechtlich geeinigt wurde >> Geltung der UNO-Charta.

2. Für politische Macht genügt es, denen zu gefallen, die einen wählen können und sollen.
Die Menschheit hat nur sehr indirektes "Weltparlament". Daraus ist viel Nationalismus und Regionalismus, viel Lobbyismus, Opportunismus und Subjektivismus.

3. Auch in der Juristerei ist Völkerrecht nur Nebenfach, für das Staatsexamen irrelevant & beruflich allenfalls für das Handelsrecht interessant.

So schwer diese Gründe wiegen, ist die Erlernung des Völkerrechts dennoch leicht, denn in den Hauptsachen und künftigen Anforderungen wie "Kategorischer Imperativ".

Meine Literaturempfehlung liest sich gut & schnell, ist auch sehr preisgünstig, ob E-Book 7,49 € oder Taschenbuch 8,95 €
>> Die Autorin hervorragend >> Angelika Nussberger, Prof. & war z.B. Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Der Buchtitel: "Das Völkerrecht: Geschichte, Institutionen, Perspektiven" (Beck'sche Reihe 2478), 129 Printseiten.

Das Buch ist zwar von 2009, aber a) tut sich im Völkerrecht leider nur wenig, b) ich kaufe jedes Jahr aktuelle Auflagen anderer Völkerrechtsdozenten, die erheblich teurer sind und mehr ins Detail gehen, aber einige davon sogar noch in "20. Auflage" die selben Fehler präsentieren, die sie ursprünglich von einander abschrieben, weil eben auch Professoren für Völkerrecht in ihrer Lehre hauptsächlich Staats- und Verfassungsrechtler sind, folglich das Völkerrecht mitunter nicht wirklich durchdringen.

Während des Studiums fiel es mir gar nicht so auf, denn auch ich studierte wenig Völkerrecht - eher bloß zu Zwecken der Rechtsvergleichung Ost und West, für die es typisch war, sich gegenseitig Rechtsbrüche vorzuwerfen, nichts vorwärts bringen zu wollen - nur die anderen zu ärgern.

Dass beide Seiten in der Lehre z.B. den Artikel 6 des Atomwaffensperrvertrags unterschlugen, merkte ich erst später, als ich endlich auch aus Lehrbüchern blockfreier Staaten erfuhr, dass die Atomwaffenstaaten vollständige Atomwaffenabrüstung versprachen, während unsere Lehrbücher so taten, als seien die Hauptplichten daraus, dass die einen den anderen Atomwaffenverzicht versprachen und dafür im Gegenzug deren Unterstützung für "friedliche Atomenergienutzung" bekommen sollen.

Erst dann fand ich es auch in weniger renommierten Lehrbüchern und las endlich selbst den Atomwaffensperrvertrag, wie es eigentlich obligatorisch 1. Schritt ernsthaften Studiums gewesen wäre - auf allen Rechtsgebieten, nicht nur des Völkerrechts.

Seither treibe ich meine Art.6-Kampagne und setzte sie auch hier & da durch, z.B. im Onlinelexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Auch meine Anliegen "UNO-Pazifismus" usw. sind nicht bloße Marotte, sondern wirklich geltendes Völkerrecht, nur halt nicht angewandt - und das eben auch deshalb, weil zu viele zu wenig vom Völkerrecht kennen.


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zuletzt bearbeitet 14.01.2023 17:18 | nach oben springen

#202

RE: Studium des Völkerrechts

in Friedensforschung.de 14.01.2023 17:03
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Erich N., a) ich unterstellte der K.K .nichts, denn sie braucht sich ja nicht mit "Leuten" zu identifizieren, denen ich solches vorwerfe. - Immer schön genau sein. denn ich bin es auch dann, wenn ich provoziere.

Aber frage sie mal, ob sie die Bomben auf die Ukraine regnen lassen würde, wenn sie Putin wäre.

So klärt sich das, ob ein Verdacht falsch oder zurecht in den Raum gestellt ist.

b) Auch wenn die USA die Ukraine unterwanderte, was ganz sicher beide Supermächte typischerweise tun, wo immer sie es können, auch dann war Putin zum Überfall nicht berechtigt.
Und darum darf sich die Ukraine verteidigen.
Und darum ist es auch rechtens, der Ukraine Beistand zu leisten.

Jemand kann schuld sein am heftigsten Streit, aber ihn/sie deshalb zu schlagen oder zu töten, kommt rechtlich nicht in Betracht & genau das machst du mit deinen Schuldzuweisungen vollends falsch und lässt dich durch Blasen-Likes im Falschen so sehr "bestätigen", dass du dir die logischste Kritik nicht gelten lässt, obgleich ich wahrscheinlich der einzig Völkerrechtskundige bin & darüber hinaus auch die Geschichte & Verhältnisse Osteuropas und der Welt besser kenne als all deine Freunde zusammen, ansonsten wäre ja mehr Widerspruch hier, meinethalben auch mir, aber nicht derart unqualifiziert.

Ich bin immer dafür, im Gespräch zu bleiben, so auch zwischen Moskau, Kiew, Washington, Peking usw., aber wer sich nicht einigen mag, soll sich den Streit von der UNO entscheiden lassen.

Und die UNO hat gesprochen. Dem gilt es sich zu fügen.


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zuletzt bearbeitet 14.01.2023 17:17 | nach oben springen

#203

RE: Studium des Völkerrechts

in Friedensforschung.de 17.01.2023 15:28
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Werner, ich bin Unternehmer & Vermieter & schon deshalb manchen Zeitgenossen #reaktionär, aber es fällt mir halt leichter, nicht Vorgesetzten, sondern Mitarbeitenden auf den Wecker zu fallen & muss mich ja irgendwie ernähren 😉

#Dialogende ist lohnt immer dann, wenn sich etwas nicht weiter klären lässt, was oft auch nicht sein muss, obendrein es zwar viel Unverstand gibt, aber auch viel Meinung, Geschmacksache, für deren Änderung keine Kommunikation Garantie geben kann.

Das ist mein täglich Brot, denn bspw. stehe ich mit meinem #UNOPazifismus weit im Diskurs-Abseits, obgleich ich fest davon überzeugt bin, dass wir mit der UNO-Charta die richtige Richtung wählten.
Andererseits wäre es mir auch nicht plausibel, warum mir gelingen sollte, was einem #Albert_Einstein nicht gelang.
Auch deshalb bin ich sehr entspannt & gebe (mir) trotzdem keine Ruhe 🧙


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#204

RE: Studium des Völkerrechts

in Friedensforschung.de 25.01.2023 12:31
von Markus Rabanus • 9.249 Beiträge

Alles Liebe auch von Christiane und mir heart

#Weltverbesserer war in meiner Jugend verrückterweise ein oft genutztes Schmähwort.
Das scheint sich ein bisschen gebessert zu haben, denn mehr & mehr Menschen sehen ein, dass Weltverbesserung erforderlich ist.
Allerdings die Blödheit nicht aus der Welt, denn viele benutzen #Gutmensch" als Schmähwort.

Die Welt gehört verbessert - im Großen, was zwar auch aus dem Kleinen ist, aber das Große braucht größere Überlegung als das Kleine.

Das Kleine lässt sich mit Nettigkeit machen, mit etwas Geschick viel Sinnvolles jeden Tag und für das Miteinander - im Kleinen.

Für das Miteinander im Großen und im Umgang mit diesen Planeten braucht es über das Nette hinaus & zum Schutz des Netten sehr viel Regelwerk für die Gesellschaft & Völkerrecht für die Staatenwelt.

Lasst uns nicht nur Nettigkeit anmahnen, sondern auch Regelwerk gegen Schlechtes & für Gutes.


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