#226

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 22.04.2025 01:00
von Markus Rabanus • 10.477 Beiträge

Nur der Begriff "Lumpenpazifist" ist falsch, denn es wären entweder FakePazifisten oder halt sehr jesustreue Passionisten.
#Pazifismus ist NICHT, dass sich die Friedlichen den Unfriedlichen ergeben oder der Schwerter mit Pflugscharen erwehren.
Pazifismus ist überhaupt weder Schwert noch Pflugschare,
sondern verlangt das Schwert unter das gemeinsame Recht der Vereinten Nationen,
so dass sich niemand mehr das Völkerrecht nach Maßgabe seiner militärischen Stärke selbstgerecht macht.
DANN werden auch weniger Schwerter und endlich genügend Pflugschare sein.


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#227

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 03.05.2025 02:08
von Markus Rabanus • 10.477 Beiträge

hmm, gewiss können Ängste zu Aggression führen, allerdings auch nicht selten zu Devotismus und anderem.

Aggressionen kommen oft ohne Ängste aus und haben Ursachen wie bspw. Neid, Gier, Herrschsucht, religiöser oder andersideologischer Chauvinismus.

Und Krieg? Ja, auch Krieg ist Aggression, aber ebenfalls oft nicht aus Ängsten motiviert, sondern aus dem Kalkül, mittels militärischer Gewalt Vorteile erlangen zu können, die sich mit zivilen Mitteln (demokratisch, diplomatisch, juristisch) unerreichbar oder schwerer zu erlangen scheinen.

Seltener sind es die Ängstlichen, die sich in Gewalt oder im Erobern versuchen, wie es bspw. recht unwahrscheinlich sein dürfte, dass sich Russland von der Ukraine oder der NATO militärische bedroht sah, wie es Putins Propaganda im Widerspruch zur gleichzeitigen militärischen Prahlerei suggerieren will, um der eigenen Aggression ein Defensiv-Mäntelchen umzuhängen.

"Wer den Menschen Kriege abgewöhnen will", hat zunächst reichlich zu differenzieren, um welche Art Krieg es geht, denn der #Jedermensch"" mag zwar für sich entscheiden können, an welchen Kriegen sich zu beteiligen in Betracht komme, aber nicht der Jedermensch kann die großen Kriege anzetteln, wird oft gar nicht gefragt & hat zu gehorchen.

Der Jedermensch kann Terrorist werden, kann Böses oder Gutes befürworten und vieles davon tun, aber die großen Kriege sind von Mächtigeren als den Jedermenschen gemacht.

"Wer den Menschen Kriege abgewöhnen will", muss sich für eine Weltordnung stark machen, dass sich mit Kriegen nichts gewinnen lässt.

So einfach ist das & schwierig & niemals vollkommen, wie auch die weltbeste nationale Rechtsordnung nicht dafür sorgen könnte, dass Übeltaten ausbleiben, sondern verfolgt und möglichst bestraft werden können.

So jedenfalls in Version meiner #Friedensforschung (.de) 😉 Schleichwerbung.


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#228

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 26.06.2025 14:03
von Markus Rabanus • 10.477 Beiträge

Stimmt, gute Absichten, Stärke, Vernunft und Standhaftigkeit sind keine Gegensätze zum Frieden, jedoch kaum mehr als "wichtige Faktoren", denn leider KÖNNEN nicht alle so stark sein, sich der Stärkeren zu erwehren, weshalb es für die Schwachen Bündnisse braucht, aber auch das genügt nicht und bleibt gefährlich, denn Stärke verführt zur Selbstjustiz und das Streben nach Stärke verschleißt enorme Ressourcen ins Wettrüsten ohne Garantie dafür, dass es von den Netteren gewonnen wird.

Wie in jedem halbwegs zivilisierten Land, so hat es auch in der Welt zu sein, dass es nicht darauf ankommen darf, wie stark die Streitenden sind, sondern wie stark die #Ordnung ist, um Rechtsbrüche zu mindern und zu hindern.

So versprach es sich die Menschheit mit der UNO-Charta vor 80 Jahren, aber trödelt weiterhin mit der Umsetzung.


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#229

RE: UNO-Pazifismus

in Friedensforschung.de 02.07.2025 12:04
von Markus Rabanus • 10.477 Beiträge

Ja. in Bezug auf Transzendentes richtig, so sehr es an der Glaubensfreiheit festzuhalten gilt.

In Bezug auf Politisches bleibt jedoch Verstand für das Staatliche Gewaltmonopol wichtig, also auf demokratisch gebildete "Höhere Macht", um die Selbstjustiz zu mindern, denn die Selbstjustiz privilegiert die Stärkeren und oft Rücksichtsloseren.

So hat es auch im Internationalen zu sein >> Die UNO als einzig legitime politische und militärische #Supermacht, denn a) vernünftig, b) mit der UNO-Charta verbürgt, aber so sehr viel die Vernunft und der Frieden beschworen werden, ist nur wenig Verstand dafür, dass wir von der andauernden Selbstjustiz-Realität Schritte in Richtung des völkerrechtlichen Gewaltmonopols der Vereinten Nationen zu gehen haben.


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