#1

Frauenquote

in Sonstiges & Verschobenes 26.05.2017 13:58
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

@Astrid, der Unterschied:
Die Frauenquote sichert Frauenrechte, während eine "Alibifrau" nur vortäuscht, dass Frauenrechte berücksichtigt seien.

Quoten regeln Rechteverhältnisse, sind keine Gnadensache, als die sie diskreditiert werden, damit sie nicht zustande kommen.

Außerhalb der Emanzipationsdebatte sind Quoten größte Selbstverständlichkeit,
auch als Quoren zwecks Erhöhung von Übereinstimmung in Entscheidungsprozessen, als Sperrminorität, Dreiviertelmehrheit usw.

Mit Quoten werden in Großbetrieben allerlei Arbeitnehmerrechte gesichert.

Mit Quoten werden in den Selbstverwaltungsorganen von Universitäten Mitspracherechte der universitären Gruppen besetzt, z.B. 60 % Lehrapparat, 20 % sonstige Beschäftigte, 20 % Studierende.

Mit Quoten werden Ansprüche und Stimmrechte in Personen- und Kapitalgesellschaften gesichert,
anderenfalls würde es weniger Sinn machen, in solche Gesellschaften/Unternehmen finanziell oder durch Mitarbeit zu investieren - es sei denn, es dürfe Geschenk sein oder unterdotiert im Vertrauen auf die Weisheit und Gnade der Entscheider.

Wer in gesellschaftsorganisatorischen Prozessen auf die Quote verzichtet, macht sich zwar denen gefällig, deren Entscheidungsmacht durch die Quote gemindert wäre,
aber gescheit ist das nicht - und trotzdem erlaubt, denn selbstverständlich dürfen wir alle auf Rechte verzichten, indem wir unsere Berechtigung einfach nicht in Anspruch nehmen.

Ab und an tue ich das sogar - grad jetzt liegt mir wieder ein Antrag auf dem Tisch, dass ich auf meine Quote verzichte oder sie mir unter Marktwert abkaufen lasse. Und das werde ich mir leisten, aber solche Entscheidung treffe dann ich, anderenfalls vielleicht nur ein Gericht.

Quoten sind Rechte, das Gegenteil von Gnaden.

LG


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zuletzt bearbeitet 26.05.2017 14:08 | nach oben springen

#2

RE: Frauenquote

in Sonstiges & Verschobenes 26.05.2017 14:06
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

@Petra S...., ja, es gab im Osten mehr Frauen in vermeintlichen "Männerberufen" und die Bezahlung gleicher, auch viel, viel mehr Ärztinnen als Ärzte usw. (Phänomen bedarf Untersuchung),
aber sobald ein einziger Dödel am Start war, wurden "Chefärztinnen" seltener.

Und die Margot ist mir als Frauenrechtlerin ooch nie sonderlich aufgefallen.

@Petra, die Dödel in Ost und West waren einander zu ähnlich. Und die Frauen auch nicht so sehr anders.

-----------------

@Petra, das freut mich für dich wirklich - und auch Frau Merkel hat es geschafft, sich in einer Dödelpartei durchzusetzen, aber verallgemeinere persönliche Erfolge nicht.
LG


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#3

RE: Frauenquote

in Sonstiges & Verschobenes 26.05.2017 19:58
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

ps: Übrigens irrst du dich, denn nicht Ivanka, sondern Sohn Donald John jr. bekam den CEO-Posten der "Trump Organization".
Ivanka wurde zwar "Präsidenten-Beraterin", hat aber bislang noch nicht durchblicken lassen, ob und in welche Richtung sie ihren Papa beraten hat - oder einfach nur für schöne Fernsehbilder sorgt.

Dein Spruch "Firmenchefs wie Trump, der seine Tochter statt seines Sohnes als Firmennachfolgerin eingesetzt hat, tun hier viel mehr", ist im Hinblick aufs Geschehen zunächst mal falsch und auch ansonsten Unfug,
denn der alte Donald scheint eher auf junge Schönheiten anzuspringen als auf intelligenzliche, herzliche Qualitäten.
Soll er ruhig, wie es auch Melanias Sache ist, wat sie am Trump so dolle findet, aber mir scheinen sie schon auch deshalb unqualifiziert für das Weiße Haus.


zuletzt bearbeitet 26.05.2017 19:59 | nach oben springen

#4

RE: Frauenquote

in Sonstiges & Verschobenes 26.05.2017 20:00
von Markus Rabanus • 437 Beiträge

@Petra, so schön es ist, wenn jemand so dolle ist, sich trotz gesellschaftlicher Benachteiligung durchsetzen zu können (und das ist ja nicht nur bei Frauen so), so sollten sie aber aufpassen, dass sie mit ihren "Ich-Schaff-Es-Auch-Ohne-Hilfe"-Sprüche nicht denjenigen in den Rücken fallen, für die es wichtig ist = für Frauen, die sehr wohl gleichermaßen oder höher qualifiziert sind, aber weniger für die Ellbogentechnik sozialisiert, wenn es um Posten oder Gehaltshöhen geht.

Der Feminist in mir lehnt sich nun mal zurück, denn wenn sich nicht'mal frauenbewegte Frauen einmischen, wie bspw. Dorothea M., dann ging ich vielleicht zu optimistisch in solche Debatte.

LG


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