#16

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 29.06.2019 23:55
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Lieber Max v. L., ich möchte niemandem die Hoffnung nehmen, dass Argumente bewegen könnten, aber es gibt auch Leute, denen bestes Argument am Allerwertesten vorbei geht, sofern es nicht der eigene ist.
Dann käme Teran Ordo bestimmt sogar von selbst drauf, aber er ist halt nicht aus Somalia.


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#17

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 30.06.2019 00:40
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

@Andre Zobel,
Moral ist mindestens das, worauf jeder sofort bestehen würde, wenn es den eigenen Allerwertesten zu retten gilt.
Und diese Moral ist immerhin geltendes Völkerrecht.


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#18

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 01.07.2019 09:18
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Michael Dust, ist es nicht ein bisschen hinter den Möglichkeiten, die Welt bloß aus Perspektive von Urlaubskatalogen zu sehen?


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#19

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 01.07.2019 09:26
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

@Dieter K., du glaubst nicht wirklich, ich wisse nicht. Oder?
Aber aus Afrika lässt sich kein Völkergefängnis der Armut machen. Jedenfalls bringt die Unterstützung für die libysche Küstenwache wenig, wenn die Flüchtlinge an die Küste dieses im Chaos von Gewalt versunkenen Staates gebracht werden.

Und es lässt sich halt nicht davon absehen, dass wir beide nicht anderen zumuten sollten, was uns niemand zumuten dürfte.


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#20

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 01.07.2019 09:38
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Wer sich aus Not in Seenot begibt, hat weniger Anspruch auf Rettung als jemand, der sich aus profaneren Motiven den Gefahren des Meeres aussetzt?
Denkt unser Michael Dust, dem es vergönnt war, in der Wärme unserer Gesellschaft aufgewachsen zu sein, dass wir aus Afrika lein Völkergefängnis basteln dürften?


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#21

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 01.07.2019 10:22
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Was Ex-Bundespräsident Gauck über die Grenzen unserer Hilfsbereitschaft von sich gab, bezeugt AfD-Nähe und/oder intellektuelle Begrenztheit.

Du solltest dann nicht einfach bloß nachplappern, als sei präsidiales Gerede a priori Ultima ratio, sondern nachdenken.

Deshalb einfache Frage:

Du kommst an einen Unfallort, leistest Ersthilfe, aber so richtig zu helfen vermagst du nicht, denn "Dein Herz ist weit, aber Deine Möglichkeiten sind endlich".

Was machst du dann?


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#22

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 01.07.2019 22:27
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Ich fand nie heraus, wie es zum offensichtlich unsolidarischen "Dublin" kommen konnte und warum die beiden Folgeabkommen so wenig Änderung brachten.
Vielleicht weiß Ruprecht Polenz mehr. In Betracht kommt bspw., dass die Mittelmeerstaaten aus Sorge um die nationale Souveränität eine landgestützt gemeinsame Sicherung der Außengrenzen ablehnen.
Aber dann hätten die Mittelmeerstaaten fordern können, dass derjenige EU-Staat für das Asylverfahren zuständig sein soll, für den der Asylantrag gestellt wird.
Dem stünde zwar die Formulierung des Art.16 a Abs.1 GG in Motivation und üblicher Interpretation entgegen, wonach nur derjenige deutsches Asyl beantragen könne, wer es bereits hierher geschafft habe,
aber diesen ohnehin überladenen und in vielem kritikwürdigen Grundgesetzartikel europäischen Erfordernissen anzupassen, dürfte m.E. auch die notwendigen Mehrheiten finden.


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#23

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 09.07.2019 10:53
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

"Mittelstand" suggeriert Verhältnisse, die mit unserem hier vergleichbar wären. Dem ist nicht so, denn wer in Afrika tatsächlich so wohlhabend ist, bliebe entweder dort oder käme als Tourist, aber nicht durch die Hölle von Sahara, Libyen und Mittelmeer.

Wer solche Route nimmt, treibt das Geld bei Verwandten und Bekannten auf, denen er Rückzahlung und Gewinn verspricht, verschuldet sich.

Wenn Ankommen in Europa gelingt und Arbeit gefunden wird, dann sind die Überweisungen im Vergleich zur staatlichen Entwicklungshilfe die effizientere Entwicklungshilfe, denn sie kommt in unteren Schichten an, wo sie am dringlichsten ist.


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#24

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 11.07.2019 11:06
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Wohl eher kein "Asylbewerber" mehr, sondern ein "abgelehnter Asylbewerber", denn nicht jeder freut sich, wenn er zurück zu denen soll, die ihm Geld für das teure und lebensgefährliche Wagnis liehen.


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#25

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 13.07.2019 14:01
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Ronny, ich hatte dich nich' aufgefordert, die Zerstörung fremden Eigentums gut zu heißen. Oder?

Erklären, Verstehen heißt nicht immer Gutheißen. - So jedenfalls in Fachkreisen 🤣 Anderenfalls müsste jeder überführte Räuber, Mörder usw. sofort auf freien Fuß gesetzt werden.


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#26

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 13.07.2019 18:55
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Wer Afrikas Reichtümer nimmt,
muss auch Afrikas Armut nehmen.


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#27

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 17.07.2019 15:07
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Wo ist Portugal, Polen usw.? Afrika ist zwar dreimal größer als Europa, aber nicht zehnfach, wie es die Grafik vortäuscht.

Und die Afrikaner?
Viele sehen sich zurecht der Reichtümer ihres Kontinentes beraubt und sind dem Reichtum hinterher. - Das würden viele von uns auch so machen.
Hinzu kommt, dass viele zu uns wollen und geschickt werden, um von hier aus ihre Familien finanziell unter die Arme zu greifen.

Es waren allein im Jahr 2016 immerhin 17,6 Mrd. Euro, die hier lebende Bürgerkriegs- und Elendsflüchtlinge in ihre Heimatländer überwiesen, 10 Mrd. mehr als unsere staatliche Entwicklungshilfe und wahrscheinlich die zur Zeit effektivste Not- und Entwicklungshilfe.

Allen Gerüchten entgegen:

Es geht nicht darum, Afrika zu entvölkern und 1,3 Mrd. Menschen nach Europa zu lassen - oder gar zu "holen", wie diese Tragödie von unseren schmuddeligsten Lügnern vollends verkehrend behauptet wird.
Stattdessen geht es um die Frage, wie sich die Politik gegenüber Afrika zu ändern hat, um der Not und Gewalt auf dem afrikanischen Kontinent abzuhelfen.

Und es sind keine ungelösten Rätsel, denn auf den Treffen zwischen Afrikanischer Union und EU, auf den UNO-Konferenzen werden jede Menge Vorschläge gemacht und zu Forderungen, die unsere Politik nicht befolgt, sondern im Gegenteil nun auch noch die LowLevel-Wirtschaft Afrikas platt macht.

Viele Afrikaner werden nicht kapitulieren, sondern sich weiterhin durch die Wüsten und über das Mittelmeer kämpfen - und sie werden Wege finden, immer schmerzhafter und verlustreicher, denn sie werden sich aus Afrika kein Völkergefängnis, kein Elendsgefängnis machen lassen.


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#28

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 17.07.2019 21:09
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

ich vermute, dass dir daran gelegen ist, die Schwachen vor den Starken zu schützen, denn die Starken sind es fast immer, die sich die Schwachen kaufen können, um Schwache fertig zu machen.

Darum erkämpften die Gewerkschaften und Linke in den Parteien für Arbeitnehmerrechte, Mieterrechte usw., was die Gier der Wohlhabenden immerhin im Machtverhalten limitierte.

Kämst du deshalb auf die Idee, du seist von Gewerkschaften und Linken bevormundet, weil sie für dich Rechte erstritten? Nein, du hältst es für dein Recht.

So ähnlich stelle es dir auch international vor:

Es kommt darauf an, den Mächtigen die Macht zu begrenzen, Politiker und Regierungen zu kaufen und schräge Verträge über die Landesressourcen zu verbieten, Menschen für Hungerlöhne arbeiten zu lassen usw.

Die Mächtigen zu limitieren, hat rein gar nichts mit "Kolonialismus" zu tun, sondern ist exakt das Gegenteil.

Und nichts dieser Zeilen war dir "neu", weshalb du dir die Frage stellen solltest: Wozu gegen die Vernunft trollen, wenn man doch angeblich für Gerechtigkeit streitet?


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#29

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 19.07.2019 17:00
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

Robert Horvath, dann folgen Sie mal Ihrer "Wahrheit" in die Herkunftsländer der Bootsflüchtlinge - und besser gestern als morgen, damit Ihnen die Augen aufgehen.


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#30

RE: Flüchtlingspolitik

in Dialoglexikon.de 19.07.2019 17:02
von Markus Rabanus • 4.468 Beiträge

in einer gerechteren Welt würden Gauland, Höcke, Maaßen, Strache & Co. in die Herkunftsländer der Bootsflüchtlinge ABGESCHOBEN


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zuletzt bearbeitet 19.07.2019 17:08 | nach oben springen


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