#1

Separatismus

in Sonstiges & Verschobenes 10.06.2017 07:49
von Markus Rabanus • 383 Beiträge

www.inidia.de/separatismus.htm muss überarbeitet werden, hängt hinter vielen Stellungnahmen zurück, bspw. unserer Debatte zum Schottland-Referendum

Jetzt aus Anlass Kataloniens:
1. Ekelhaft, denn Separatismus is'nüscht anderes als Nationalismus.
2. Die EU muss deutlich machen, dass Rosinenpickerei keine Belohnung zu erwarten hat.
3. Wenn sich wer zusammentut, müsste beiderlei Zustimmung erforderlich sein, wenn sich wer teilt, müsste ebenfalls beiderlei Zustimmung erforderlich sein. Ansonsten wäre Politik mit Ehe verwechselt - und selbst die belassen wir nicht ohne Folgepflichten bei Scheidung.


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zuletzt bearbeitet 10.06.2017 07:51 | nach oben springen

#2

RE: Separatismus

in Sonstiges & Verschobenes 10.06.2017 07:57
von Markus Rabanus • 383 Beiträge

Hinsichtlich der EU-Doppelmoral hätte unser Eduard zwar leider recht, aber trotzdem hört es sich mir bei ihm eher so an, dass da ein Schwärmer für egomanisches Hordentum quasselt.


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#3

RE: Separatismus

in Sonstiges & Verschobenes 10.06.2017 10:33
von Markus Rabanus • 383 Beiträge

4. Und weil da wer beansprucht "Staat" zu sein, muss sein Anspruch unter dem Vorbehalt sein, dass auch die Welt damit einverstanden ist. Anderenfalls hat es zu unterbleiben.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist eben nur insofern eines, wie es nicht andere betrifft.


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#4

RE: Separatismus

in Sonstiges & Verschobenes 10.06.2017 13:03
von Markus Rabanus • 383 Beiträge

Die meisten Staaten unserer Welt wurden nicht aus Freiwilligkeit, sondern bildeten sich im Wege militärischer Scharmützel oder der Sorge davor.

Sofern der ganz große, äußere Feind nicht an die Türe klopft, streitet man sich um die innenpolitische Torte - und besonders in Wirtschaftskrisen verstärkt sich die Neigung zum Griff nach dem Taschenrechner, ob die Gemeinschaft des Staates für insbesondere denjenigen lohnt, der in besseren Lagen wohnt.

Dann werden Stimmen laut, fordern "mehr Autonomie" - und mit Autonomie ist zumeist Geld gemeint. Wenn es verweigert wird, geht die Suche nach anderen Argumenten los.

In der arabischen Region werden zur Zeit religiöse Eigenheiten in den Vordergrund gespielt, aus denen Grenzen gebastelt werden müssten, als sei die Friedlichkeit der jeweils eigenen Religion daraus, Andersreligiöse auszuschließen.

Diese Tendenzen hatten wir auch im früheren Europa ausgiebig, z.B. im Dreißigjährigen Krieg, als die Heiligen aller Seiten zum Unterwerfen der anderen aufriefen - und im heutigen Europa werden in vielen Staaten aus traditionellen Eigenheiten "Völker" reaktiviert, obgleich sie oft jahrhundertelang gemeinsam friedliches Staatsvolk mit anderen Frühvölkern waren, um alsbald unter Berufung auf das achso tolle "Selbstbestimmungsrecht der Völker" separatistische Forderungen hochzufahren.

In Jugoslawien wurde es zum Großgemetzel. Viele kamen für die "Selbstbestimmung" schuldig oder unschuldig zu Tode, ohne es erleben zu dürfen, wie ihr Fähnchen in den Reigen einer Völkergemeinschaft Aufnahme fand, eine Gemeinschaft, die allerdings weniger gemeinschaftlich ist, je wichtiger jeder seine Selbstbestimmtheit in Bezug auf gemeinsame Abstimmung nimmt.
Desgleichen in der Ukraine - mit ähnlich mörderischen und ruinösen Folgen für die Menschen. Und überhaupt nicht anders auf Subkontinenten, z.B. in Syrien, wo sich separatistische Kurden und allerlei religiöse Bürgerkrieger um Gebiete streiten. Oder in anderen Weltregionen, in Afrika oder auf den Philippinen. Überall Separatismus bis hin zum Bürgerkrieg stets mit "Argumenten", als stünden denen keine entgegen.

Und wie schaut es im "zivilisierten Teil Europas" (nach zwei weltgrößten Kriegen inkl. Holocaust) aus, dem Friedensnobelpreis-Träger von 2012?
Na ja, auch in der EU geifern nicht bloß Nationalisten, die raus aus der EU möchten, sondern in Schottland, Wales, Baskenland und Katalonien auch jede Menge lautstarke Separatisten. ,,, unfertig


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