#1

Ost-West-Rivalität und Zukunft

in Friedensforschung.de 29.06.2017 12:40
von Markus Rabanus • 848 Beiträge

Sehr gut. https://www.facebook.com/ruprecht.polenz...EWSFEED&fref=nf

Aber sie müssen sich 5. auch darüber unterhalten, wie sie mit ihren geostrategischen Rivalitäten umzugehen gedenken, denn die sind es, an denen Gemeinsamkeit scheitert.

Also bspw., wie Russland kompensiert werden könnte, falls Putin mit Assad einen Verbündeten, Absatzmarkt und letzten Militärstützpunkt am Mittelmeer verliert,
denn das ist das unausgesprochene (weil zweifelhafte) Interesse Russlands unter dem Vorwand "humanitären" Beistands,
wie auch wir uns zu fragen haben, ob unsere Assad-Bekämpfung geostrategische Motive erlaubt, denn Syrien war uns nur außenpolitisch von Relevanz, während innenpolitisch zumindest für Frauen menschenrechtlicher als bspw. das mit dem größten Waffengeschäft der Menschheitsgeschichte bediente Saudi-Arabien - oder der heutige Irak, das heutige Libyen nach jeweiligen "Befreiungen" von Diktatur. Und jeweils zum Nachteil russischer Einflussbereiche.

Wie wichtig sind uns Frauenrechte in der geopolitischen Rivalität?
Und bringt uns diese Rivalität gegenüber Russland eigentlich wirklich "vorwärts"?
Ist das sich ausweitende Chaos tatsächlich besser als eine ungerechte Ordnung zwischen Ost und West?
Meines Erachtens ist die Befriedung und Demokratisierung der Welt auf dem Wege der geostrategischen Militär-Rivalität unmöglich.

Und Szenarien, wonach Putins Russland unter dem westlichen Sanktions- und Wettrüstensdruck kollabiert, erscheinen mir viel zu riskant, um erstrebenswert sein zu können.

Wir müssen ohnehin über unseren Weg nachdenken, denn auch mit China erwächst uns kein "Partner", wenn wir nicht gemeinsam von Bi- und Multilateralismus zu mehr Weltrepublikanisierung umschwenken. Darum ist mir die UNO so wichtig, der sich die Staaten föderal unterzuordnen haben, vor allem militärisch.


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#2

RE: Ost-West-Rivalität und Zukunft

in Friedensforschung.de 11.05.2018 04:14
von Markus Rabanus • 848 Beiträge

Lieber Herr Polenz, "Das Festhalten an der imperialen Größe" Russland vorzuwerfen, ist ein bisserl delikat, wenn der eigene Chef-Alliierte "Make America Great Again" propagiert.

Vielen war Russland schon immer zu groß. Und es ist nahezu ein weltanschauliches Wunder, dass die USA bislang nur anderenorts "vitale Interessen" geltend machten. Woher die Bescheidenheit? Und wie lange noch?

Irgendwann muss Einsicht erklärte Politik werden, dass "Supermacht" einzig und allein die Vereinten Nationen zu sein haben. Und dass man es in aller Klarheit allen sagt, die anderes sagen.


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#3

RE: Ost-West-Rivalität und Zukunft

in Friedensforschung.de 11.05.2018 04:37
von Markus Rabanus • 848 Beiträge

Argumentieren Sie bitte, bitte weltbürgerlich. Die Friedenssicherung kann nicht gelingen, wenn sich jeder sein eigenes Völkerrecht nach Maßgabe militärischer Möglichkeiten macht, sondern nur wenn sich auch die Stärksten dem Mehrheitswillen der Vereinten Nationen fügen und ihre Streitigkeiten vom IGH entscheiden lassen.
Auch miese Urteile sind besser als Krieg. Und auch besser als das Wettrüsten, denn die Welt hat anderen Bedarf als unsere Kompromisslosigkeit.


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