#16

RE: Atomwaffenverbot.de

in Friedensforschung.de 08.08.2018 17:28
von Markus Rabanus • 924 Beiträge

UNFERTIG UNFERTIG UNFERTIG UNFERTIG UNFERTIG

@Richard, dass eine demokratische Weltföderatin die beste Voraussetzung für die Bewältigung globaler Probleme darstellt, haben viele noch nicht begriffen und sind in nationalen und multilateralen statt omnilateralen Hoffnungen befangen.
Wir sind mit unserem politischen Bewusstsein gar so fern von kosmopolitischen Einsichten, dass "Omnilateralität" sprachlich fast gänzlich unbekannt ist.

In puncto Möglichkeit vollständiger Atomwaffenabschaffung bin ich auch mit anderen Engagierten verquer, denn ich gehe mit obiger Begründung von der Machbarkeit aus.

Die Machbarkeit setzt keine Diktatur voraus, denn eine Atomwaffe zu produzieren und vorzuhalten, ist glücklicherweise keine technische Kleinigkeit, sondern setzt sehr großen Aufwand voraus, so dass sich völkerrechtlich gewährleisten ließe, solchen Aufwand zu entdecken und zu stoppen.

Rechtliche Voraussetzung dafür ist, dass die Gefährdung der Menschheit durch Atomwaffen so sehr ernst genommen wird, dass alle Staaten in Verbotskontrollen einwilligen und auch den Verrat von Verstößen nicht mehr bestrafen dürfen.

Viele sehen darin eine Beschränkung der "nationalen Souveränität" und fürchten gar eine "Weltdiktatur".

Ich sehe es grundlegend anders, denn mir setzt jegliche Souveränität setzt Rücksichtnahmen voraus - und kann mich unter anderem ausgerechnet darauf berufen, wie es seit jeher der "gegenseitig einseitigen" Perspektive verfeindeter Staaten entspricht, die sich auf folgende Formel bringen lässt:

"Die nationale Souveränität anderer Staaten - ob völkerrechtlich kodifiziert oder nicht - kann kein Freibrief für die Gefährdung meines Staates sein."

Solche Sichtweise hat Grundlage in Art.2 Nr.4 Charta der Vereinten Nationen, also im höchsten Völkerrecht - und verbietet allen Staaten mit Art.2 Nr.4 nicht nur die Gewaltanwendung, sondern auch die Bedrohung.

Das gilt es umzusetzen. Mit weitreichenden Konsequenzen für jederlei Militär und Rüstung.

Um es kurz zu fassen: Die UNO-Charta verpflichtet alle Staaten sogar zu freundschaftlichen Beziehungen.
Gegen diese Völkerrechtspflicht wird verstoßen, wenn Staaten oder Allianzen einander Atomwaffen an die Schläfe halten - und sei es zu Abschreckungszwecken.



Während Darin scheiden sich nun wieder die Geister, denn viele gehen davon aus, die Abschreckungsstraleiten völkergewohnheitsrechtlich die Rechtsgemäßheit von "Abschreckungsstrategien" ab, aber Gewohnheitsrecht während es richtiger wäre, aus dem völkerrechtlichen Selbtjustizverbot die Abschreckung dem Weltsicherheitsrat vorzubehalten.

Die Vereinten Nationen bieten jedoch immerhin gute Grundlage, um in solchen Belangen auch nur

es allen Staaten verboten wird,

Voraussetzung dafür ist zunehmende Einsicht der Menschheit, dass Atomwaffen auch nicht zur Abschreckung taugen, was längst nicht hinreichend begriffen ist:

a) Dass sich nicht jeder Mächtige davon abschrecken lässt, sondern vielleicht glaubt, den Atomwaffeneinsatz überleben zu können oder im Paradies aufzuwachen.

b) Weil sich technische Pannen nicht ausschließen lassen, die aus Gründen von Kürze der Zeit eines versehentlichen Atomschlags auch nicht per "Rotem Telefon" aufklären lassen und einen atomaren Schlagabtausch in Gang setzen.

c) Weil allein schon der Atomwaffenbesitz , die gesamte Menschheit zu Opfern eines Konfliktes macht, mit dem sie zum übergroßen Teil nichts zu tun hat.

c) Dass sich der Frieden aller Propaganda zum Trotz nicht mit Atomwaffen sichern lässt, wie jede Menge Stellvertreterkriege mit vielen Millionen Toten und nun auch der Ukraine-Krieg zeigen.

d) Dass allein schon der Atomwaffenbesitz grob völkerrechtswidrig ist, weil sie zwischen Schuldigen und Unschuldigen nicht unterscheiden, sondern sogar die gesamte Menschheit zu Opfern von Konflikten macht, mit denen sie zum übergroßen Teil nichts am Hut hat.

e) Dass einzig völkerrechtsgemäß ist, dass internationale Streitigkeiten dem


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#17

RE: Atomwaffenverbot.de

in Friedensforschung.de 18.08.2018 12:06
von Markus Rabanus • 924 Beiträge

Falsches Zitieren ist falsch, wenn nicht deutlich als Satire erkennbar.

Denn die Verhältnisse sind schlimm genug - und viel schlimmer als es vielen bewusst wäre, weil Atomwaffenstützpunkte wie Büchel & Co. tatsächlich nicht für "Zweitschlagsstrategien" taugen.

Solche Standorte sind eher "Zielscheiben" und taugen deshalb nur für "Erstschlagsstrategien".

Wie auch jeder "Atombunker" bloß für den Erstschlag taugt, weil es keine "Vorwarnzeiten" gibt, binnen derer unsere Oberidioten solche Bunker erreichen könnten.

Auch die fernsten Interkontinentalraketen würden schneller einschlagen (max. 25 Minuten) als die sogenannte "Früherkennung" verifiziert und durch die Kommandokette kommuniziert werden kann.

Die superteuren "Früherkennungssysteme" gewährleisten allenfalls Fehlalarme und somit den "versehentlichen Atomkrieg".

- friedensforschung.de -


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zuletzt bearbeitet 18.08.2018 12:09 | nach oben springen

#18

RE: Atomwaffenverbot.de

in Friedensforschung.de 08.09.2018 05:36
von Markus Rabanus • 924 Beiträge

Die SS 20 und Pershing 2 waren Erstschlagswaffen, weil landgestützt zu sehr Zielscheibe, um für Zweitschlagsstrategien zu taugen.

Die kurze Flugdauer war nie kürzer als die von auf U-Booten stationierten Atomraketen, die weit eher für Zweitschlagsstrategien taugen, aber wiederum andere Risiken bedingen, vor allem durch die größere Autonomie des Startregimes.

Überdies ist es unerheblich, ob Raketen 4 oder 25 Minuten unterwegs sind, denn keine dieser Flugzeiten ist hinreichend lang, um überhaupt verifizieren zu können, was da eigentlich passiert.

Schon oft drauf hingewiesen: Es gibt keine "Vorwarnzeiten" und all die hyperteuren "Frühwarnsysteme" taugen allenfalls dazu, Fehlalarme und den versehentlichen Atomkrieg auszulösen.


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