#1

Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 24.07.2019 16:08
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

www.inidia.de/diplomatie.htm
www.inidia.de/friedensverhandlungen.htm

@Paul O., richtig, denn "Diplomatie und Hetze sind Gegensätze", aber Startposition allen Intellekts hat mindestens die Prüfung von Gegenthese oder weiterer Alternativen zu sein - und deshalb kommt es auf den Einzelfall an, denn wenn Schimpf hilft, dann empfiehlt es sich.

Hätte ich mit Trump und seinesgleichen zu tun, so wäre ich garantiert nicht frecher als es mir bekommen würde, aber auch aus der Schwächeposition lässt sich klar sagen, wohin die Reise zu gehen habe. Und wohin nicht.


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#2

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 03.04.2020 12:27
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Seinesgleichen gute Diplomaten verstehen sich darauf (und werben dafür), die Perspektiven der anderen Seiten zu berücksichtigen. - DANKE an Avi Primor.


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#3

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 25.06.2021 15:20
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

@Polenz, #DIPLOMATIE geht anders:

"Nettes Angebot, aber Demokratie, Menschenrechte, gleiche Sicherheit und Souveränität aller Staaten sind uns so wichtig, dass es an Zusammenarbeit nur geben kann, was diesen Zwecken und der Lösung globaler Probleme dient."

Und schön wäre es, wenn es so stimmte, denn ich sehe auch uns in globaler Ungerechtigkeit die Menschenrechte von Milliarden Menschen täglich verletzend und unsere Kriege so oft nicht im Einklang mit dem Völkerrecht.

Die eigenen Sünden waren auch mir nie Grund, die Sünden anderer zu dulden, aber unsere Ansprache hat andere zu sein, als ein Angebot als "vergiftet" anzugiften.


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#4

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 06.09.2021 02:49
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

#Diplomatie und Hetze sind Gegensätze.
#Diplomaten müssten sich wie Soldaten auf Unwegsames verstehen.
#Diplomatie ist kein Kaffeekränzchen, zu dem nur die Netten willkommen sind.
#Diplomatie: Auch mit Feinden müssen Lösungen gefunden werden, es sei denn, es gehe ohne sie oder über Leichen besser.


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#5

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 06.09.2021 11:31
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Nachbarstaaten kennen sich zwar besser aus, aber oft mit Tendenz, sich aus den Geschichtsbüchern ein Kapitel aufzuschlagen, wonach etwas "eigentlich zusammen gehört".


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#6

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 29.12.2021 13:35
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Ohne Dialog hätte es keine Ostverträge gegeben,
auch keine atomare Abrüstung.
Gefiel Euch die damalige Sowjetunion so viel besser als das heutige Russland?
Ohne Dialog hätten wir kein russisches Erdgas und könnten auch den Transitstaaten kein russisches Erdgas gewährleisten, hätten keine Druckmittel.

Und wer für Dialog eintritt, den überzieht Ihr mit McCarthy-Kampagne?

Wollen wir das so machen? Dann dürfte man Euch der Lobhudelei für Folter in AbuGhraib verdächtigen, obgleich ich von vielen weiß, dass es sie anekelte, wie es mich anekelt, was Putin treibt.

Diplomatie und Hetze sind Gegensätze.

Wer sich auf Diplomatie nur bei Schönwetter versteht, ist kein Diplomat, sondern Kostgänger am Kalten Buffet, taugt allenfalls als Kultur- und Handelsattaché.

Diplomatie hat Kritik konstruktiv zu formulieren, auch die gegensätzlichen Interessen auf gemeinsame Interessen zu untersuchen, wofür es erforderlich ist, die Interessen der anderen Seite ernst zu nehmen, ob sie gefallen oder nicht.

Diplomatie hat die gemeinsamen Interessen überzuordnen, von denen es jede Menge gibt, es sei denn, man möchte und könnte die andere Seite ausradieren.


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#7

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 29.12.2021 13:36
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

ein Strafrichter, der kein "Verbrecher-Versteher" wäre, was auch die Würdigung von Entlastungsmomenten einbezieht, taugt nicht zum Strafrichter, allenfalls in totalitären Staaten.

Geringschätzung für Dialog und Verständnis ist bei aller Feindschaft der falsche Weg.

Und mir bitte nie mit dem Münchner Abkommen als "Appeasement-Politik" kontern, denn es war völkerrechtswidrig, weil "Vertrag zulasten Dritter" - und dafür stehe ich nicht.


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#8

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 29.12.2021 13:54
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Es ist sehr wahrscheinlich, dass dem Gysi (wie mir) Putins Politik zuwider ist, aber sich (wie ich) - anders als andere - nicht auf das Feindliche reduziert, wie es nur der Rüstungslobby hüben wie drüben in die Hände spielt.

Und das ist teuer. Als gäbe es keine gemeinsamen Interessen, für die der Dialog wichtig bleibt, auch wenn der Dialog in den streitigen Themen fruchtlos bliebe, während ich der Auffassung bin, dass er unzulänglich geführt wird.


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#9

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 20.01.2022 22:43
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Peter S., wenn alles so einfach wär', wär' ich UNO-Generalsekretär - und was die Lebensläufe anbelangt, gab es von unzähligen auf meinem Schreibtisch nicht einen, der nicht getuned worden wäre - einschließlich der Zeugnisse aus meiner Feder, wenn es für Menschen Werbung brauchte und arbeitsrechtlichen Vorgaben zu genügen hatte.

So ist die Welt & Mensch für Leut', die anderen wat zu bieten haben, andere brauchen, anderen nichts verbauen dürfen.

Baerbocks Lebenslauf - ich bekam nur mit, dass sie sich irgendwie mit Völkerrecht ins Lichte setzen wollte, aber dass es damit nicht weit her sein kann, merke ich halt eher & anders als Leute, die recherchieren müssen, denn denen reicht zumeist, wenn ihnen jemand gegen oder nach dem Munde plappert.

Und andererseits - ebenfalls vollkommen wahr - haben unsere vielen Juristen in der Politik vom Völkerrecht keinen Schimmer (mit Ausnahme des Wissenschaftlichen Dienstes),
- weil nicht parteipolitisch relevant, wie daran zu sehen, dass wenig auf den Wissenschaftlichen Dienst gegeben wird,
- weil ausbildungsseitig nicht examensrelevant, desgleichen für Kanzlei und Beruf,
- und selbst den Hochschullehrenden eher Nebenfach, dann meist bloß Lehre & wenig Wissenschaft.

Völkerrecht, so wichtig es ist, denn zu tun mit den größten Menschheitskonflikten, ist nur ganz wenigen relevant.
Stattdessen die unzähligen Institutionen, die sich mit "Sicherheitspolitik" eher bloß militärisch befassen, als erstem und letzten Schrei des Primaten.

Völkerrechtlich wusste ein Westerwelle mehr als ein Fischer, wenngleich Genscher der bessere Diplomat war, darin vielleicht auch der bessere Anwalt westlicher Interessen, aber der schlechtere "Richter", denn für Frieden genügt einseitiges Plädieren nicht.

Und alle hier, denen schon der kleinste Einspruch Mittäterschaft für Tyrannen ist, haben nicht das simpelste Zeug zum Recht, geschweige denn zum Frieden, sobald die Gewitterwolken auftauchen.

Drum schön drauf achten, inwieweit die vielen Posts irgendein Für & Wider bedenken.


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#10

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 04.02.2022 05:08
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Tom F., dass es von 2014 ist, habe ich gesehen, aber der "AntiPutin" als programmatisch Anspruch macht sich sehr wohl der "Propaganda" verdächtig, zumal ausdrücklich ".
Da hat sich nicht nur die SPD Sorgen gemacht, sondern laut Meldung die Grünen ebenfalls - und ich hätte es auch reklamiert, bekam es aber damals nicht mit.

"AntiPutin" ist Unfug, so sehr ich mir ein besser regiertes Russland wünsche, ABER guter #Journalismus hat so wenig wie Politik & Gerichte ein Boxkampf zu sein, sondern Pro & Contra abzuwägen - auch in Kommentierung zu Putin.

Und darin sind hier viele vollends daneben - weil sie sich kollektiv einreden, sie könnten die Anti-Diplomatie mit einem völkerrechtswidrigen Hitler-Chamberlain-Vertrag rausreden.

Auch ich saß solchem Trugschluss auf - aus Schulbüchern & antifaschistischen Genen, aber dann habe ich es ja irgendwann mal richtig studiert - und die Völkerrechtslehre ist sich da absolut einig, sieht es wie ich, denn Vertrag zulasten Dritter, folglich nichtig und die Tschechoslowakei von fremden Mächten erpresst.

Fast jeder Krieg beginnt mit dem Spruch, die Diplomatie sei gescheitert.

Tja, das sehe ich auch so & Diplomatie ist schon in der Theorie ohne Garantie, aber so oft ich hin sah, reklamierte ich die schlechte Diplomatie.

Drum machte ich den Spruch draus:
"Diplomatie und Hetze sind Gegensätze"


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#11

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 05.02.2022 21:23
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

klar - "Appeasen" immer, aber Appeasen ist halt wat anderes, als wat sich so labelte


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#12

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 05.02.2022 23:41
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Nun ist es zwar erledigt, aber auch der Vorwurf "Duckmäuser @Scholz" war falsch und desgleichen die vielen Likes, denn eine große Schnauze macht längst nicht zum Tiger - und ohnehin die Feindschaft nicht kleiner, wenn Anfeindung mit Anfeindung erwidert wird.

Es gibt kein Patentrezept gegen Feindschaft, aber wer souverän ist, versteht sich auf Humor und schämt sich nicht des Bedauerns.

Politiker verlernen die Tugenden, wenn sie mit Schimpfen um Zustimmung rivalisieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten gegen das Krude:
Auch wir werden krude oder wir predigen Tugenden.


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#13

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 12.02.2022 11:06
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Rolf Heine, na, das lässt sich aber leicht erklären, denn je höher die #Kampfkraft beider Seiten, desto mehr neigen sie zum Drohen & zum Feiglingsspiel & wenn keine Seite auf die Bremse tritt, dann sehen die Städte so aus, wie sich die Kampfkraft austobte.

Wer nicht weiß, was das #Feiglingsspiel ist, kann sich bei Wikipedia informieren.

Alternative = Verhandlungen für gemeinsames Bremsen und andere Wege.


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#14

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 16.02.2022 04:38
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

wem sich im Privaten & Parteiengezänk große Klappe, Gift & Galle bewährt, sollte nicht glauben, dass es sich auch zwischen Staaten & Völkern bewährt


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zuletzt bearbeitet 16.02.2022 04:40 | nach oben springen

#15

RE: Diplomatie, Friedensverhandlungen usw.

in Friedensforschung.de 16.02.2022 17:17
von Markus Rabanus • 9.023 Beiträge

Aber die "Geschlossenheit" wäre mit Sicherheit hergestellt worden.

Es lohnt aufzupassen, denn es kommt aus der Trickkiste von Jihadisten (Krieger für heilige Zwecke), zu behaupten,
- wir seien zu ängstlich,
- wir würden vom Feinde gespalten,
- Schuld an den Kriegen seien die Diplomatischen.

Jeder äußere Konflikt ist auch immer ein Propagandakrieg nach innen gegen diejenigen, die deeskalieren wollen.


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